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Europa-Schluss: Schwacher Handel, Unilever und GSK im Fokus
Der EURO STOXX 50 verlor bis zum Handelsende 0,59 Prozent auf 4.225,92 Punkte. Der STOXX 50 gab wiederum 0,91 Prozent auf 3.804,52 Zähler ab. Der marktbreitere EURONEXT 100 verzeichnete ein Minus von 0,76 Prozent auf 985,62 Punkte.
Bei den Quartalszahlen machte heute u.a. der Konsumgüterkonzern Unilever von sich Reden. Der britisch-niederländische Konzern konnte seinen Gewinn im vierten Quartal mehr als verdoppeln, allerdings vermochte das organische Wachstum nicht zu überzeugen. In der Folge gaben die Aktien mehr als 2 Prozent nach.
In Amsterdam griffen die Anleger bei ABN AMRO zu und verhalfen dem Wert zu einem leichten Plus. Die Bankgesellschaft profitierte im vierten Quartal von Erträgen aus Asset-Verkäufen und konnte ihren Gewinn um knapp 5 Prozent steigern.
Papiere von Renault tendierten in Paris 0,7 Prozent leichter. Der französische Automobilhersteller musste im abgelaufenen Fiskaljahr aufgrund tiefgreifender Umstrukturierungen innerhalb des Konzerns einen Ergebnisrückgang hinnehmen, bestätigte aber seinen Ausblick.
Im London stand unter anderem die Aktie von GlaxoSmithKline im Blick. Europas größter Pharmakonzern konnte seinen Gewinn im vierten Quartal um gut 5 Prozent steigern und erwartet für das laufende Geschäftsjahr ein EPS-Wachstum von 8 bis 10 Prozent. Am Markt wurden die Zahlen gut aufgenommen, die Aktie gewann knapp 1,6 Prozent.
Anteilsscheine der Telefongesellschaft BT Group, deren bereinigter Gewinn im dritten Quartal um 13 Prozent gestiegen ist, zogen um ein Prozent an. Die größte Telefongesellschaft in Großbritannien begründete das Gewinnwachstum mit mehr High-Speed Internet-Kunden und mehr Netzwerk-Serviceaufträgen.
Deutliche Kursgewinne von mehr als 4 Prozent waren nach der Vorlage von Ergebnissen bei Aktien der BG Group auszumachen. Der britische Energie- und Erdgasversorger musste im vierten Quartal aufgrund gesunkener Erdgaspreise sowie unvorteilhafter Wechselkurseffekte einen Gewinnrückgang hinnehmen, überzeugte den Markt aber dennoch.
Ein Pressebericht über ein Übernahmeangebot von Marks & Spencer für seinen Wettbewerber Sainsbury wurde vom Markt mit Abschlägen von 1,6 bzw. 0,8 Prozent honoriert. Wie die "Times" weiter berichtet, wäre man bei Marks & Spencer nicht überrascht, wenn auch der französische Einzelhandelskonzern Carrefour eine Offerte für Sainsbury unterbreiten will.
Die schwedische Fluggesellschaft SAS verzeichnete im vierten Quartal aufgrund von Einmaleffekten aus dem Spin-Off der Hotelsparte Rezidor einen deutlichen Ergebnisanstieg. Dennoch überzeugten die Zahlen den Markt nicht. Die Aktie verlor am Ende 3,8 Prozent. (08.02.2007/ac/n/m)
| 14.09.2007 | Unilever equal-weight | Lehman Brothers Inc. | |
| 31.01.2007 | Update Unilever plc: Outperform | Bear Stearns | |
| 27.12.2006 | Unilever buy | UBS | |
| 03.11.2006 | Update Unilever plc: Neutral | JP Morgan | |
| 05.07.2006 | Unilever Plc sell | Merrill Lynch |
Aktien in diesem Artikel
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