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Europa-Schluss: Schwacher Wochenauftakt, Schneider Electric im Fokus
Zum Wochenauftakt standen Übernahmen und entsprechende Gerüchte im Fokus. So legten Papiere des Versicherungskonzerns Standard Life Assecurance gegen den Trend über 1,6 Prozent zu. Einem Pressebericht zufolge ist der französische Mitbewerber AXA an einer Übernahme des britischen Konzerns interessiert und plant eine Übernahmeofferte im Gesamtvolumen von 7 Mrd. Britischen Pfund. Die AXA-Aktie reagierte in Paris mit einem Minus von über einem Prozent.
Daneben trennten sich die Anleger verstärkt von Anteilsscheinen des Elektrotechnikkonzerns Schneider Electric, nachdem dieser heute die Übernahme der American Power Conversion ankündigte. Das Gesamtvolumen der Transaktion wurde auf 6,1 Mrd. Dollar beziffert. Die Summe wurde von vielen Marktteilnehmern als zu hoch angesehen, weshalb der Titel von Schneider Electric in der Folge über 7 Prozent verlor.
Beim französischen Energieversorger SUEZ ging es heute leicht nach oben. Neben erfreulichen Umsatzzahlen, veröffentlichte der Konzern auch Details zur Fusion mit dem Wettbewerber Gaz de France. Dabei wurde u.a. die neue Organisationsstruktur vorgelegt, welche im Stromsektor einen Bereich für Frankreich und einen für die Aktivitäten in Europa und International vorsieht. Die Gas-Aktivitäten sollen ebenfalls in einer Einheit gebündelt werden. Daneben soll es noch Einheiten für Infrastruktur, Umwelt und Energiedienstleistungen geben.
In Amsterdam richteten sich die Blicke auf die Aktie von ABN AMRO. Die größte Bankgesellschaft in den Niederlanden erlitt im abgelaufenen Quartal einen Gewinnrückgang, was auf höhere Rückstellungen für Kreditausfälle sowie auf Kosten im Zusammenhang mit der Integration der italienischen Sparte zurückzuführen ist. Die Anleger zeigten sich wenig begeistert und straften das Papier mit einem leichten Minus ab.
Dow Jones EURO STOXX 50: 4.004,92 (-0,31 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 3.676,64 (-0,34 Prozent)
EURONEXT 100: 925,58 (-0,46 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Der niederländische Logistikkonzern TNT N.V. (ISIN NL0000009066/ WKN A0EQU5) musste im dritten Quartal aufgrund von Einmalbelastungen einen Gewinnrückgang hinnehmen. Wie der Konzern heute erklärte, lag der operative Gewinn im Berichtszeitraum bei 257 Mio. Euro, nach 236 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft verbesserte sich von 161 Mio. Euro auf 169 Mio. Euro. Aufgrund von Einmalbelastungen in Höhe von 102 Mio. Euro aus nicht weitergeführten Geschäftsaktivitäten verringerte sich der Nettogewinn im Vorjahresvergleich von 148 Mio. Euro auf 67 Mio. Euro. Beim Konzernumsatz verzeichnete TNT aufgrund der starken Performance in der Express-Sparte einen Anstieg von 2,20 Mrd. Euro auf 2,40 Mrd. Euro, was einem Plus von rund 9 Prozent entspricht. Wie der Konzern im Anschluss erklärte, prüft man im Rahmen der weiteren Fokussierung auf das Kerngeschäft einen Verkauf der Frachtmangement-Sparte.
Der norwegische Ölkonzern Statoil ASA (ISIN NO0010096985/ WKN 675213) gab heute bekannt, dass sein Gewinn im dritten Quartal leicht zurückgegangen ist, was neben einer geringeren Produktion mit Einmaleffekten zusammenhängt. Der Nettogewinn belief sich auf 8,6 Mrd. Norwegische Kronen (NOK) bzw. 3,97 NOK pro Aktie, nach 8,7 Mrd. NOK bzw. 4,01 NOK pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz nahm um 3 Prozent auf 106,3 Mrd. NOK zu. Das Ergebnis vor Einmaleffekten, Steuern und Minderheitsanteilen konnte von 23,9 Mrd. NOK auf 30,1 Mrd. NOK gesteigert werden. Die Öl- und Gasproduktion reduzierte sich im Berichtszeitraum auf 1,08 Millionen BOE (Barrels of Oil Equivalent) pro Tag, gegenüber 1,13 Millionen BOE pro Tag im Vorjahr.
Die Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG (ISIN AT0000652011/ WKN 909943) verbuchte im ersten dritten Quartal aufgrund höherer Zins- und Provisionsergebnisse einen Ergebnisanstieg. Wie das Kreditinstitut heute erklärte, lag der Konzernüberschuss vor Steuern im dritten Quartal bei 331,6 Mio. Euro, nach 288,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Konzernüberschuss verbesserte sich von 173,1 Mio. Euro auf 200,6 Mio. Euro. Wesentlichen Anteil an der Ergebnisverbesserung hatte der Zinsüberschuss, der im Vorjahresvergleich von 694,0 Mio. Euro auf 779,7 Mio. Euro zulegen konnte. Der Provisionsüberschuss verbesserte sich von 304,9 Mio. Euro auf 338,8 Mio. Euro. Das Handelsergebnis verschlechterte sich dagegen von 66,4 Mio. Euro auf 51,6 Mio. Euro. Für den Zeitraum bis zum Jahr 2009 erwartet die Erste Bank weiterhin eine jährliche durchschnittliche Steigerung des Konzernüberschusses nach Steuern und Fremdanteilen von über 20 Prozent. Die Zielgröße für die Kosten/Ertragsrelation im Jahr 2009 liegt bei unter 55 Prozent. (30.10.2006/ac/n/m)
| 24.10.2008 | Schneider Electric neutral | JP Morgan Chase & Co. | |
| 23.10.2008 | Schneider Electric reduzieren | Independent Research GmbH | |
| 22.10.2008 | Schneider Electric hold | Société Générale Group S.A. (SG) | |
| 01.10.2008 | Schneider Electric hold | Société Générale Group S.A. (SG) | |
| 04.08.2008 | Schneider Electric akkumulieren | Independent Research GmbH |
Aktien in diesem Artikel
| Schneider Electric | 42,4 | -1,7% | |
| American Power Conversion | |||
| AXA | 11,5 | -3,8% | |
| ABN AMRO | |||
| TNT | 14,2 | -2,5% | |
| StatoilHydro ASA | 11,7 | +2,1% | |
| Erste Group Bank | 13,5 | +1,4% | |
| SUEZ | 29,7 | -1,7% | |
| GDF SUEZ | 31,7 | -4,8% |
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