22.05.2008 20:28
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Europa-Schluss: Uneinheitlicher Handel, Air France-KLM brechen ein

Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Aktienmärkte gingen am Donnerstag mit uneinheitlichen Tendenzen aus dem Handel. Im Fokus standen weiter der jüngste Rekordstand beim Ölpreis sowie die Folgen für die Fluggesellschaften, nachdem der europäische Branchenführer Air France-KLM enttäuschende Zahlen veröffentlicht hat.

Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor bis zum Handelsende 0,03 Prozent auf 3.793,03 Punkte. Der Dow Jones STOXX 50 legte wiederum 0,39 Prozent auf 3.229,27 Zähler zu. Der marktbreitere EURONEXT 100 verzeichnete ein Minus von 0,07 Prozent auf 894,40 Punkte.

Die Aktie von Cable and Wireless gewann nach Zahlen 2,7 Prozent. Die britische Telefongesellschaft meldete einen Gewinnrückgang im abgelaufenen Geschäftsjahr um 5,7 Prozent, was auf rückläufige Umsätze zurückzuführen ist.

Der britische Zucker- und Süßstoffproduzent Tate & Lyle erklärte heute, dass sein Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr um 9,3 Prozent zurückgegangen ist, was auf Verluste im Zuckerhandel und einen schwachen US-Dollar zurückzuführen ist. Die Aktie gab in der Folge 2,4 Prozent nach.

Weniger rund lief es für Titel der London Stock Exchange. Der Börsenbetreiber gab heute bekannt, dass er seinen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr um 59 Prozent gesteigert hat. Am Ende büßte der Wert 4,9 Prozent ein.
Für Air France-KLM ging es in Paris um mehr als 10 Prozent nach unten. Europas größte Fluggesellschaft hat im vierten Quartal einen Verlust erwirtschaftet, was auf einen schwächeren Geschäftsreiseverkehr zurückzuführen ist. Angesichts der gestiegenen Treibstoffpreise erwartet der Konzern zudem für das laufende Jahr einen operativen Gewinnrückgang.

Austrian Airlines meldete heute , dass gemäß der vertraglichen Vereinbarungen die Frist für die Vorlage einer Bankgarantie seitens JJW Central & Eastern Europe Beteiligungsverwaltungs GmbH und Sheikh Mohamed Bin Issa Al Jaber für den geplanten Einstieg des Investors bei der österreichischen Fluggesellschaft mit 12. Mai 2008 festgesetzt und eine angemessene Nachfrist bis zum 21. Mai 2008 gesetzt wurde. Auch innerhalb dieser Nachfrist wurde die Bankgarantie nicht übergeben. Die Aktie gewann heute 2,5 Prozent.

Gute Nachrichten kamen wiederum von Richemont. Der Schweizer Luxusgüterkonzern konnte seinen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr um 18 Prozent steigern. Die Aktie gewann in Zürich ein Prozent hinzu.

Daneben legten Papiere der UBS mehr als ein Prozent zu. Der Verwaltungsrat der Großbank hat die endgültigen Konditionen des öffentlichen Angebots von rund 760 Millionen neu auszugebenden Aktien festgelegt.

Das niederländische Brokerage-Unternehmen Van der Moolen hat im ersten Quartal wieder einen Gewinn erwirtschaftet. Wie der auf die Abwicklung von Aktien-Transaktionen an der New York Stock Exchange (NYSE) spezialisierte Konzern mitteilte erhöhte sich der Umsatz deutlich. In der Folge sprang die Aktie um 20 Prozent nach vorne. (22.05.2008/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

Air France-KLM 15,9 -3,6%
Cable and Wireless 2,1 +0,0%
London Stock Exchange 11,1 +8,3%
TateLyle 5,3 -4,9%
UBS 13,6 -6,4%
Compagnie Financière Richemont 38,9 +3,0%
Austrian Airlines 3,0 +5,2%
Van der Moolen 4,3 +5,7%
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