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Europa-Schluss: Uneinheitlicher Handel, EMI und British Airways im Fokus
Der EURO STOXX 50 gewann bis zum Handelsende 0,10 Prozent auf 4.469,88 Punkte. Der STOXX 50 gab wiederum 0,28 Prozent auf 3.897,35 Zähler ab. Der marktbreitere EURONEXT 100 verzeichnete ein Plus von 0,18 Prozent auf 1.060,11 Punkte.
In der britischen Hauptstadt schlossen EMI-Aktien nach dem Kurssprung von mehr als 9 Prozent und heutigen Zugewinnen bis auf 276 Pence unverändert bei 271 Pence. Nachdem die weltweit drittgrößte Plattenfirma gestern mit schwachen Zahlen für das am 31. März abgelaufene Geschäftsjahr 2006/07 enttäuscht hatte, hatte ein Übernahmeangebot der Private Equity-Gesellschaft Terra Firma über 265 Pence je Aktie in bar für Furore gesorgt. Insbesondere die Ankündigung, dass das Management des Konzerns die 2,4 Mrd. Britische Pfund schwere Übernahmeofferte begrüßt hat, sorgte bei den Börsianern für gute Laune.
In London standen ferner die Papiere von GlaxoSmithKline im Blick. Einer neuen US-Studie zufolge soll das Diabetes-Präparat Avandia des Pharmakonzerns die Wahrscheinlichkeit eines Herzanfalls und damit das Todesfallrisiko erhöhen. Zwar widersprach GSK der Studie, die Aktie bröckelte aber dennoch um mehr als 1,3 Prozent ab.
Abschläge von 2,8 Prozent waren bei British Airways auszumachen. Die Fluggesellschaft plant gemeinsam mit weiteren Finanzinvestoren die Übernahme der spanischen Fluggesellschaft Iberia, deren Aktie in Madrid unverändert tendierte.
Titel des Bekleidungshändlers Marks & Spencer standen nach enttäuschenden Geschäftszahlen unter Druck und verloren fast 5 Prozent. Zwar ist der Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr um 26 Prozent gestiegen, was mit neu gestalteten Geschäften und Modekollektionen sowie verstärkten Werbemaßnahmen zusammenhängt, aber die Markterwartungen wurden dadurch verfehlt.
Deutliche Kursgewinne von mehr als 3 Prozent fuhren Aktien der Yell Group ein. Der britische Telefonbuchverlag konnte Umsatz und operatives Ergebnis im abgelaufenen Fiskaljahr steigern, außerdem äußerte sich der Konzern für das laufende Fiskaljahr trotz der weiterhin harten Konkurrenzsituation auf dem US-Markt optimistisch bezüglich der weiteren Geschäftsentwicklung.
Papiere von British Land verloren nach der Bilanzvorlage ein Prozent. Europas größtes Immobilienunternehmen nach Assets hatte seinen Gewinn im Geschäftsjahr 2007 mehr als verdoppelt, was mit einem einmaligen Steuerertrag aus der Umwandlung in einen Real Estate Investment Trust (REIT) sowie Wertsteigerungen bei ihren Objekten zusammenhängt.
Aktien von NYSE Euronext zogen 2,6 Prozent an. Der Börsenbetreiber verbuchte im ersten Quartal trotz rekordhoher Handelsumsätze aufgrund von positiven Einmaleffekten im Vorjahreszeitraum einen leichten Gewinnrückgang.
Der niederländische Technologiekonzern Philips hat im Rahmen einer Analystenkonferenz die Ergebnisprognose für das laufende Fiskaljahr bestätigt. Demnach geht man nach wie vor beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) davon aus, dass es oberhalb der Marke von 7,5 Prozent im Verhältnis zum Gesamtumsatz liegen wird. Die Philips-Aktie gewann in Amsterdam leicht hinzu. (22.05.2007/ac/n/m)
| 15.01.2007 | EMI hold | Société Générale (SG) | |
| 10.11.2006 | EMI equal-weight | Morgan Stanley | |
| 22.06.2006 | EMI bis 4,20 EUR kaufen | Focus Money | |
| 30.05.2006 | EMI equal-weight | Morgan Stanley | |
| 08.06.2005 | EMI underweight | JP Morgan |
Aktien in diesem Artikel
| EMI Group | |||
| GlaxoSmithKline | 12,9 | -5,2% | |
| MarksSpencer | 2,5 | +7,0% | |
| British Airways | 1,6 | +5,4% | |
| Iberia Lineas Aereas de Espana | 1,8 | +10,4% | |
| British Land Company | 5,5 | -2,5% | |
| Yell Group | 0,7 | -0,6% | |
| Euronext | |||
| Philips | 12,4 | -0,4% |
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