24.10.2006 20:29
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Europa-Schluss: Zurückhaltender Handel, Alcatel gesucht

Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen gingen am Dienstag mit leichten Abschlägen aus dem Handel. Angesichts der Zurückhaltung am Nachmittag in den USA setzte sich dieser Trend auch in Europa fort. Im Vorfeld der Zinsentscheidung durch die US-Notenbank warten viele Anleger erst einmal ab.

Im Blickpunkt stand heute der Ölsektor. Mit BP hatte hier der größte Ölkonzern in Europa Quartalszahlen vorgelegt. Dieser verzeichnete im dritten Quartal 2006 einen leichten Gewinnrückgang, was auf Produktionsausfälle in Alaska und rückläufige Raffineriemargen zurückzuführen ist. Das Ergebnis lag aber dennoch über den Erwartungen der Analysten, in der Folge legte der Wert über ein Prozent zu. In der Folge konnten auch die Mitbewerber Royal Dutch Shell und TOTAL zulegen.

Unter den Technologiewerten stand heute Alcatel im Fokus. Neben den eigenen guten Zahlen sorgte auch das Zahlenwerk des US-Fusionspartners Lucent für Furore. Die Aktie konnte am Ende über 7 Prozent zulegen.

Beim französischen Mischkonzern Vivendi stand heute die Klage gegen T-Mobile in den USA in Zusammenhang mit dem Streit um die Mobilfunkbeteiligung an dem polnischen Anbieter PTC im Fokus. Papiere von Vivendi tendierten behauptet.

Ebenfalls behauptet schloss die Aktie der Publicis Groupe. Der französische Werbekonzern zieht nach Angaben des "Wall Street Journal" eine große Akquisition in Betracht. Demnach ist der Konzern weiterhin am britischen Medienkonzern Aegis Group interessiert.

Dagegen büßten Titel des Elektrotechnikkonzerns Schneider Electric nach der Präsentation von Umsatzzahlen 1,2 Prozent ein. So lagen die Umsätze im Berichtszeitraum bei 2,438 Mrd. Euro, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Plus von 15,3 Prozent entspricht.

Der schwedische Nutzfahrzeughersteller Volvo profitiert von verschärften Emissionsvorschriften in den USA sowie der EU und konnte sein Ergebnis im dritten Quartal 2006 kräftig ausweiten. Die Aktie legte in der Folge über ein Prozent zu.

Während die Zahlen des norwegischen Energie- und Aluminiumkonzerns Norsk Hydro weniger positiv aufgenommen wurden, legten Aktie des Industriekonzern Aker Kvaerner nach Vorlage guter Zahlen 1,8 Prozent zu. Norsk Hydro hatte wegen gestiegener Öl- und Erdgaspreise sowie höherer Absatzpreise bei Aluminium einen Ergebnisanstieg verzeichnen, der jedoch nicht den Erwartungen entsprach. Aker Kvaerner hingegen meldete eine starke Auftragsentwicklung und einen deutlichen Ergebnisanstieg.

Dow Jones EURO STOXX 50: 4.014,01 (-0,12 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 3.698,30 (-0,11 Prozent)

EURONEXT 100: 930,22 (-0,06 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Der Schweizer Spezialchemiekonzern Lonza Group AG (ISIN CH0013841017/ WKN 928619) übernimmt die Geschäftsbereiche Research Bioproducts und Microbial Biopharmaceuticals des Life Sciences-Unternehmens Cambrex Corp. (ISIN US1320111073/ WKN 874318). Unternehmensangaben von heute zufolge wurden als Kaufpreis 460 Mio. Dollar vereinbart. Mit dieser Transaktion soll die Fokussierung auf Life Sciences vorangetrieben werden. Die Akquisition wird sich nach Ansicht von Lonza positiv auf den Geschäftsverlauf auswirken. So wird nun von einem jährlichen Umsatzwachstum von 8 bis 12 Prozent ausgegangen. Zudem erwartet der Konzern eine nachhaltige Umsatz- und Rentabilitätssteigerung bis zum Jahr 2012.

Die Austrian Airlines AG (ISIN AT0000620158/ WKN 875224) konnte im dritten Quartal aufgrund erfolgreicher Umstrukturierungen und Kosteneinsparungen wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Wie die Fluggesellschaft heute bekannt gab, verbesserte sich der Gesamtumsatz im Berichtszeitraum von 725,8 Mio. Euro auf 748,9 Mio. Euro. Beim bereinigten operativen Ergebnis verbuchte die Austrian Airlines einen Anstieg von 30,9 Mio. Euro auf 38,7 Mio. Euro. Beim bereinigten Periodenergebnis konnte ein Gewinn von 31,6 Mio. Euro ausgewiesen werden, nach einem Verlust von 4,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Die Österreichische Elektrizitätswirtschafts-AG (Verbund) (ISIN AT0000746409/ WKN 877738) hat ihren erfolgreichen Weg in den ersten drei Quartalen 2006 fortgesetzt und bei Umsatz, Ergebnis und Kennzahlen weit überdurchschnittliche Wachstumsraten erzielt. Wie der österreichische Energieversorger heute erklärte, erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 39,0 Prozent auf 2,46 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis kletterte um 63,7 Prozent auf 646,0 Mio. Euro, das Konzernergebnis konnte um 48,9 Prozent auf 410,1 Mio. Euro gesteigert werden. Für das Gesamtjahr 2006 rechnet der Verbund mit einem Wachstum des operativen Ergebnisses und des Konzernergebnisses um jeweils 40 Prozent gegenüber 2005. (24.10.2006/ac/n/m)

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