13.05.2008 20:37
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Europa-Schluss: Zurückhaltender Handel, Crédit Agricole im Fokus

Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Aktienmärkte gingen am Dienstag kaum verändert aus dem Handel. Besonders die Kursverluste einiger Finanzwerte bremsten die Entwicklung des Gesamtmarkts erheblich.

Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann bis zum Handelsende 0,11 Prozent auf 3.817,07 Punkte. Der Dow Jones STOXX 50 gab wiederum 0,01 Prozent auf 3.239,02 Zähler nach. Der marktbreitere EURONEXT 100 verzeichnete ein Plus von 0,09 Prozent auf 891,17 Punkte.

An der Pariser Börse knickten Papiere der Crédit Agricole um 6,4 Prozent ein, nachdem bekannt wurde, dass die Bankgesellschaft im Zusammenhang mit der Finanzmarktkrise eine Kapitalerhöhung im Volumen von 5,9 Mrd. Euro plant.

Für Titel der Société Générale geht es um gut 1,7 Prozent nach unten. Die Bankgesellschaft gab zuvor bekannt, dass ihr Gewinn im ersten Quartal um über 23 Prozent gesunken ist, was auf erhöhte Rückstellungen für Kreditausfälle und Abschreibungen im Zusammenhang mit der US-Hypothekenkrise zurückzuführen ist.

Leicht grüne Vorzeichen waren bei EADS auszumachen. Die Anleger reagieren damit auf eine Ankündigung, wonach die Tochter Airbus voraussichtlich weniger Maschinen vom Typ A380 ausliefern wird als bisher geplant.

Papiere des belgisch-niederländischen Finanzkonzerns Fortis verloren in Brüssel rund ein Prozent. Der Gewinn war im ersten Quartal um 31 Prozent gesunken, was auf hohe Abschreibungen zurückzuführen ist. Das jüngste Ergebnis beinhaltet dabei Abschreibungen in Höhe von 380 Mio. Euro.

In Amsterdam wiederum preschten Anteilsscheine von Corporate Express um mehr als 6 Prozent vor. Der amerikanische Büroartikeleinzelhändler Staples hat zuvor sein feindliches Übernahmeangebot für den Wettbewerber um über 10 Prozent erhöht.

Repsol geben hingegen in Madrid nach Zahlen 0,3 Prozent ab. Der spanische Öl- und Erdgaskonzern konnte seinen Gewinn im ersten Quartal um 36,5 Prozent steigern, was auf rekordhohe Ölpreise und eine geringere Steuerlast zurückzuführen ist.

Der italienische Aerospace- und Verteidigungskonzern Finmeccanica hat seinen Gewinn im ersten Quartal deutlich gesteigert, was mit Einmalerträgen aus dem Verkauf von STMicroelectronics-Aktien zusammenhängt. Zudem wird Finmeccanica das US-Verteidigungsunternehmen DRS Technologies für 4 Mrd. Dollar übernehmen. Der Gesamtwert der Transaktion, einschließlich der Übernahme von Schulden, beläuft sich auf 5,2 Mrd. Dollar. Die Finmeccanica-Aktie verlor am Ende 2,6 Prozent. (13.05.2008/ac/n/m)

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