08.03.2006 18:57
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Europa Schlussbericht: Erneut deutliche Gewinnmitnahmen an den Märkten

Gewinnmitnahmen prägten zur Wochenmitte das Bild. Zwar starteten die europäischen Börsen noch behauptet in den Tag, gegen Mittag hatte sich aber die Stimmung indes komplett gedreht. Die Indizes musste herbe Verluste melden, konnten sich aber bis zum Handelende wieder etwas zurückkämpfen.

In London gingen die Rohstoffwerte angesichts rückläufiger Rohstoffpreise erneut auf Talfahrt. So verloren Aktien von Rio Tinto, BHP Billiton, Antofagasta und Xstrata jeweils mehr als 3 Prozent.

Schlusstände:

Dow Jones EURO STOXX 50: 3.727,96 (-0,46 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 3.452,67 (-0,60 Prozent)

EURONEXT 100: 857,05 (-0,63 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Das britische Rundfunkunternehmen ITV plc (ISIN GB0033986497/ WKN A0BLQP) erklärte heute, dass es seinen Gewinn im Geschäftsjahr 2005 um 62 Prozent gesteigert hat, was mit höheren Werbeeinnahmen bei seinen digitalen Sendern zusammenhängt. Zudem wurde ein Aktienrückkauf angekündigt. Der Nettogewinn lag bei 222 Mio. Britischen Pfund (GBP) bzw. 5,3 Pence pro Aktie, gegenüber 137 Mio. GBP bzw. 3,4 Pence pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 6 Prozent auf 2,18 Mrd. GBP. Die Jahresdividende wurde auf 1,8 Pence pro Aktie festgelegt.

Der italienische Energieversorger Enel S.p.A. (ISIN IT0003128367/ WKN 928624) will nach Angaben des "Wall Street Journal" mit einem Übernahmeangebot für seinen französischen Konkurrenten SUEZ S.A. (ISIN FR0000120529/ WKN 852491) fortfahren, obwohl sich dieser bereits mit der Gaz de France S.A. (ISIN FR0010208488/ WKN A0ER6Q) auf eine Fusion unter Gleichen verständigt hat. Wie die Zeitung am Mittwoch in ihrer Online-Ausgabe berichtet, hat Enel bereits im Vorfeld Interesse an einer Offerte für SUEZ gezeigt. Ein entsprechendes Angebot in Höhe von fast 40 Mrd. Euro könnte nun innerhalb von wenigen Tagen vorgelegt werden, hieß es.

Die Crédit Agricole S.A. (ISIN FR0000045072/ WKN 982285), die größte Bankgesellschaft in Frankreich, meldete heute, dass sich ihr Gewinn im vierten Quartal mehr als verdoppelt hat, was auf starke Ergebnisse in den Bereichen Fondsmanagement und Investment Banking zurückzuführen ist. Der Nettogewinn belief sich auf 1,01 Mrd. Euro, gegenüber 441 Mio. Euro im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 921 Mio. Euro ausgegangen. Die Einnahmen kletterten um 24 Prozent auf 3,68 Mrd. Euro. Das um akquisitionsbedingte Kosten bereinigte operative Ergebnis (GOP) stieg um 62 Prozent auf 1,21 Mrd. Euro.

Der französische Hotelbetreiber Accor S.A. (ISIN FR0000120404/ WKN 860206) konnte Umsatz und Gewinn im vergangenen Jahr steigern. Wie das Unternehmen heute verkündete, wuchsen die Umsatzerlöse in 2005 auf 7,6 Mrd. Euro. Dies bedeutet ein Wachstum von 7,9 Prozent gegenüber 2004. Gleichzeitig kletterte der Nettogewinn um 42,9 Prozent auf 333 Mio. Euro an. Analysten hatten mit einem Gewinn zwischen 329 Mio. und 446 Mio. Euro gerechnet. Den weiteren Angaben zufolge plant das Unternehmen Desinvestitionen in Höhe von rund 1,5 Mrd. Euro in den Jahren 2005 bis 2008.

Das österreichische Wassertechnologie-Unternehmen BWT AG (ISIN AT0000737705/ WKN 884042) verbuchte im abgelaufenen Fiskaljahr nach vorläufigen Berechungen aufgrund der erfolgreichen Neuausrichtung einen Ergebnisanstieg. Wie der Konzern heute unter Berufung auf vorläufige Berechungen bekannt gab, lag der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Gesamtjahr bei 27,0 Mio. Euro, was im Vergleich zum Vorjahr (24,6 Mio. Euro) einem Plus von 9,8 Prozent entspricht. Das Konzernergebnis hat sich trotz des Wegfalles der ertragsstarken Monate November und Dezember aus dem Segment Aqua Systems Technologies (AST) von 16,8 Mio. Euro um 12,6 Prozent auf 19,0 Mio. Euro verbessert.

Die Telefongesellschaft Swisscom AG (ISIN CH0008742519/ WKN 916234) verbuchte im abgelaufenen Fiskaljahr aufgrund geringerer Sonderbelastungen trotz geringerer Umsatzerlöse einen leichten Gewinnanstieg. Wie der schweizerische Konzern heute bekannt gab, lag der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Berichtszeitraum bei 2,78 Mrd. Schweizer Franken (CHF) nach 2,70 Mrd. CHF im Vorjahr. Beim Nettogewinn verzeichnete Swisscom einen Anstieg von 1,60 Mrd. CHF auf 2,02 Mrd. CHF. Der Ergebnisanstieg wurde aufgrund geringerer Einmalbelastungen sowie einem verbesserten Finanzergebnis ermöglicht. Beim Konzernumsatz verzeichnete Swisscom einen leichten Rückgang von 10,06 Mrd. CHF auf 9,73 Mrd. CHF. Der Konzern hatte sich im vergangenen Jahr unter anderem von der Sparte International Carrier Services getrennt, was zu einem leichten Umsatzminus geführt hat.

Aktien in diesem Artikel

ITV 0,5 -4,1%
Enel 5,5 -7,7%
SUEZ 32,1 -4,2%
GDF SUEZ 34,3 -1,4%
Crédit Agricole 13,4 -12,8%
Accor 33,9 -6,9%
BWT 15,0 -6,8%
Swisscom 228,4 +0,2%
VNU
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