19.01.2006 18:38
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Europa Schlussbericht: Talfahrt am Donnerstag vorerst vorbei

Nach zwei verlustreichen Handelstagen haben sich die europäischen Börsen am heutigen Donnerstag gefangen. Die europäischen Länderbörsen präsentierten sich ebenfalls durchweg etwas fester.

In London sorgten anziehende Rohstoffnotierungen für steigende Kurse im Bergbausektor. Allen voran preschten Aktien von BHP Billiton ebenso wie die von Xstrata um 3,2 Prozent nach vorne.

In Zürich fielen Papiere von Novartis nach der Präsentation von enttäuschend ausgefallenen Geschäftszahlen mit einem Abschlag von zeitweise über 2 Prozent an das Ende des SMI.

Schlussstände:

Dow Jones EURO STOXX 50: 3.593,22 (+0,65 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 3.375,92 (+0,35 Prozent)

EURONEXT 100: 825,84 (+0,48 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Die schweizerische Novartis AG (ISIN CH0012005267/ WKN 904278), der weltweit sechstgrößte Pharmakonzern und die Nummer vier in Europa, meldete heute, dass sie in 2005 Rekordergebnisse erzielt hat. Im vierten Quartal blieb der Gewinn jedoch auf Vorjahresniveau und verfehlte damit die Erwartungen der Analysten. Der Nettoumsatz des Konzerns stieg im letzten Jahr um 14 Prozent (+13 Prozent in lokalen Währungen) auf 32,2 Mrd. Dollar. Der Reingewinn wuchs um 10 Prozent auf 6,1 Mrd. Dollar, der Gewinn pro Aktie um 11 Prozent auf 2,63 Dollar pro Aktie.

Die Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft AG (Swiss Re) (ISIN CH0012332372/ WKN 852246) plant nach Angaben des "Wall Street Journal" den Abbau von 10 bis 15 Prozent der Konzernbelegschaft, wahrscheinlich in London sowie in Deutschland und Frankreich. Nach Angaben der Zeitung wird Swiss Re seine Mitarbeiterzahl im Zuge der Integration der Rückversicherungssparte der General Electric Co. (ISIN US3696041033/ WKN 851144) auf 11.500 reduzieren. Der Finanzkonzern, der mit den Kürzungen 300 Mio. Dollar pro Jahr einsparen will, vereinbarte die Übernahme des Geschäftsbereichs des US-Mischkonzerns im vergangenen Jahr.

Die Austrian Airlines AG (ISIN AT0000620158/ WKN 875224) konnte im Dezember 2005 bei der Zahl der beförderten Passagiere zulegen. Wie die österreichische Fluglinie heute bekannt gab, wurden im Berichtsmonat insgesamt 693.000 Passagiere befördert, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Anstieg von 11,8 Prozent entspricht. Die Zahl der verkauften Sitzkilometer kletterte im Vorjahresvergleich um 9,9 Prozent auf 1,72 Milliarden, während die Zahl der angebotenen Sitzkilometer um 2,1 Prozent auf 2,40 Milliarden anstieg. Der Sitzladefaktor stieg im Vorjahresvergleich um 5,1 Prozentpunkte an. Im Gesamtjahr wurden 10,12 Millionen Passagiere befördert, was einem Anstieg von 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Der Sitzladefaktor verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozentpunkte auf 74,1 Prozent.

Der niederländische Elektronikkonzern Philips Electronics N.V. (ISIN NL0000009538/ WKN 940602) hat ein Abkommen zur Übernahme der amerikanischen Lifeline Systems Inc. (ISIN US5321921018/ WKN 876556) geschlossen. Im Rahmen der Vereinbarung erhalten die Anteilseigner des amerikanischen Spezialisten für Patienten-Notrufsysteme insgesamt 47,75 Dollar je Aktie in bar. Dies entspricht einem deutlichen Aufschlag gegenüber dem Schlusskurs vom Mittwoch (39,49 Dollar). Insgesamt beträgt das Gesamtvolumen der Akquisition 750 Mio. Dollar. Lifeline ist einer der führenden Anbieter für Notrufsysteme für Patienten und alte und pflegebedürftige Menschen. Für das Gesamtjahr 2005 erwartet Lifeline einen Umsatzanstieg von 15 Prozent auf rund 150 Mio. Dollar. Durch die Akquisition verstärkt Philips die Marktposition im Bereich Medizintechnik.

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