09.07.2008 08:36
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FMC schließt Lizenzvereinbarungen über intravenös verabreichte Eisenpräparate ab

Bad Homburg v. d. H. (aktiencheck.de AG) - Der Gesundheitskonzern Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (FMC) (ISIN DE0005785802/ WKN 578580) meldete am Mittwoch, dass er exklusive Lizenzvereinbarungen über die intravenös verabreichten Eisenpräparate Venofer (ein Eisen-Saccharose-Komplex) und Ferinject (Ferric Carboxymaltose) abgeschlossen hat. Venofer und Ferinject werden zur Behandlung von Blutarmut bei Dialysepatienten eingesetzt. Venofer ist das weltweit umsatzstärkste intravenös verabreichte Eisenpräparat.

Den Angaben zufolge bilden die Galenica Ltd. und ihre Tochter Vifor Pharma mit FMC ein strategisches Joint Venture im Bereich Dialyse mit dem Ziel, die Produkte Venofer und Ferinject in Europa, dem Mittleren Osten, Afrika und Lateinamerika zu vermarkten und zu vertreiben. Der Vertrag umfasst alle entsprechenden Aktivitäten für die beiden Eisenprodukte auf dem Gebiet der Dialyse und soll spätestens am 1. Januar 2009 in Kraft treten. Die Vermarktung der Produkte auf anderen medizinischen Gebieten verbleibt in der alleinigen Verantwortung von Vifor Pharma und den bisherigen Partnern des Unternehmens.

In Nordamerika erhält FMC außerdem eine Sublizenz zur exklusiven Herstellung und zum Vertrieb von Venofer für Anwendungen in der Dialyse in den USA. Eine entsprechende Vereinbarung wurde mit der Luitpold Pharmaceuticals Inc. getroffen, einem Lizenznehmer von Galenica. Zudem beinhaltet der Vertrag auch eine gleichartige Sublizenz für Injectafer (Ferric Carboxymaltose), ein Eisenpräparat der nächsten Generation für die USA und Kanada. Injectafer soll die Behandlung von Eisenmangel bei Dialysepatienten durch ein neues Anwendungsverfahren weiter verbessern. Die Wirksamkeit der Vereinbarung steht unter dem Vorbehalt der marktüblichen rechtlichen Bedingungen, darunter der Ablauf der Wartezeit nach dem Hart-Scott-Rodino-Kartellgesetz. Der Abschluss der Transaktion wird noch in diesem Jahr erwartet.

Im Rahmen des auf zehn Jahre abgeschlossenen Vertrags für Nordamerika wird Luitpold die Produkte für FMC produzieren. Luitpold wird weiterhin Lizenzzahlungen an das Unternehmen Vifor Pharma leisten, das den Wirkstoff herstellt.

Die Aktie von FMC schloss gestern bei 35,12 Euro (-3,20 Prozent). (09.07.2008/ac/n/d)

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