07.05.2008 10:58
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Fredriksen will bei TUI nicht aufgeben ... (zwei)

Die Kritik Fredriksens an Vorstand und Aufsichtsrat von TUI gelte unverändert, sagte Troim. Das Unternehmen sei seit Jahren schlecht geführt, der Vorstand vernichte Werte und der Aufsichtsrat führe seine Kontrollfunktion nicht ordentlich aus. Dabei geht es Fredriksen den Angaben zufolge nicht um Personen, sondern um Funktionen. "Wir kämpfen nicht gegen Herrn Krumnow", sagte Troim. Vielmehr sei aber eine Person im Aufsichtsrat gewünscht, die für eine gute Corporate Governance stehe.

   Bei TUI sei dies nicht gegeben, sagte der Fredriksen-Vertraute. Vielmehr betreibe der Konzern vor allem Geschäfte mit Unternehmen und Personen, die auch kapitalmäßig mit TUI verbunden seien. Außerdem stimme die Leistungsbilanz des Unternehmens nicht. Fredriksen wolle mit seiner Investition in TUI Geld verdienen. Dies sei aber noch nicht erfolgt, sagte Troim.

   Kritik äußerte TUIs größter Aktionär auch an der geplanten Desinvestition des Containerschifffahrtsbereiches. Ein schneller Verkauf, wie TUI-Vorstandsvorsitzender Michael Frenzel ihn plane, sei beim derzeitigen Marktumfeld vollkommen falsch. Der Erlös, der derzeit zu generieren sei, würde nicht dem Wert von Hapg-Lloyd entsprechen. "Wir sind gegen einen Verkauf", sagte Troim.

   Fredriksen plädiert für eine Abspaltung von Hapag-Lloyd. Das Unternehmen habe großes Potenzial und müsse entwickelt und dann an die Börse gebracht werden, sagte der Vertraute. Eine mögliche Zusammenarbeit von Hapag-Lloyd und einer asiatischen Reederei sei durchaus sinnvoll, sagte Troim. Hier könnten umfangreiche Synergien generiert werden.

   Fredriksen beharrt auch auf seiner Forderung nach zwei Sitzen im Aufsichtsrat. Bei der Höhe seines Aktienpaketes sei dies durchaus angemessen, sagte Troim. Den anderen Aktionären will er während des Treffens seine Sicht der Dinge näher bringen. Er sei sicher, dass er seine Ziel bei der Hauptversammlung durchsetzen könne. Eines davon sei die Abwahl des Aufsichtsratsvorsitzenden Jürgen Krumnow.

   "Wir werden gewinnen", sagte Troim. Und wenn nicht, dann werde Fredriksen wieder sehr schnell zurückkehren. Dem Vernehmen nach will er die Aktionäre dann während einer außerordentlichen Hauptversammlung von seinen Vorstellungen überzeugen.

Webseite: http://www.tui-group.com

-Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116, kirsten.bienk@dowjones.com DJG/kib/mim (END) Dow Jones Newswires

   May 07, 2008 04:57 ET (08:57 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 04 57 AM EDT 05-07-08

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