08.03.2005 11:11
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GOLDINVEST-Kolumne: Bullion River Gold mit hochgradigen Goldfunden

Die Bullion River Gold Corp. hat vergangene Woche erstmals Ergebnisse aus dem derzeit laufenden Bohrprogramm zur Reservenbestimmung auf der French Gulch Mine, Kalifornien, bekannt gegeben. Die Ergebnisse untermauern das Ziel des deutschen Bergbauingenieurs Peter M. Kuhn, President der Bullion River Gold Corp., auf French Gulch noch in 2005 in Produktion zu gehen. Vier der fünf ausgewerteten Bohrungen erbrachten Goldgehalte von durchschnittlich mehr als einer Unze (31,1 Gramm) pro Tonne Erz. Die Ergebnisse beinhalten 0,335 Unzen (10,4 Gramm) auf mehr als 40,5 Fuß (12,3 Meter) in Bohrloch RBU-4 und außerordentlich hochgradiges Erz in Bohrloch RBU-1 mit 6,05 Unzen Gold (188 Gramm) über 2,2 Fuß (0,67 Meter). Rund 7.900 Meter an Kernbohrungen in 14 Bohrlöchern sind bereits abgeschlossen. Insgesamt ist die erste Phase des Bohrprogramms auf 58 Bohrungen angelegt, sodass laufend weiter mit interessanten Bohrergebnissen zu rechnen ist.

Die Bohrergebnisse bestätigen nicht nur die äußerst hochgradige Natur der Vorkommen auf French Gulch, sie bestärken Bullion River auch in der gesamten Strategie: Peter Kuhn will mit Bullion River Gold in den kommenden fünf Jahren unter die Top-Five der US-amerikanischen Gold-Produzenten aufrücken. Dazu müsste Bullion River von heute Null auf 400.000 Unzen Gold-Jahres-Produktion in 2010 durchstarten. Das Projektportfolio für diese Wachstumsstory besteht aus sieben Liegenschaften in Nevada und Kalifornien, darunter zwei ehemaligen Minen in Kalifornien, so genannten Past-Producers, drei fortgeschrittenen Explorationsprojekten und zwei Grasroots Projekten. Bullion River verfolgt die Strategie, beginnend mit den beiden ehemals produzierenden Minen, möglichst schnell eigenen Cash-Flow zu erzielen, um anschließend das Potenzial der übrigen Explorationsprojekte auszuschöpfen.

Peter Kuhn hat in Clausthal-Zellerfeld studiert und ist Ende der 80er Jahre mit Thyssen nach Kanada ausgewandert. Er war u.a. President von Thyssen Mining Construction of Canada, Director bei drei börsennotierten Gesellschaften und ist noch President zweier privater Gesellschaften, der Golden Spike Mining und der Centennial Development Inc.

Peter Kuhns Erfahrungen in Nordamerika gehen maßgeblich auf seine Zeit bei Thyssen zurück. 1992 wurde er dort Vice-President, 1995 President. Zuletzt leitete er eine Organisation mit mehr als 100 Mio. C-Dollar Jahresumsatz und rund 1.000 Beschäftigten in der Spitze. Für Thyssen Schachtbau hat Kuhn ungezählte Minen in Nord- und Südamerika besichtigt und auf ihre Wirtschaftlichkeit geprüft. Als Full-Service-Dienstleister deckte Thyssen die komplette Palette an Services ab, von der Entwicklung der Minen über die Kostenkalkulation bis hin zum Lohn-Abbau - gleichviel ob es sich um Uran, Nickel oder Goldminen handelte. Peter Kuhn, der vor mehr als einem Jahrzehnt die kanadische Staatsbürgerschaft angenommen hat, schied 1999 bei Thyssen aus, weil er vergeblich angeregt hatte, sein damaliger Arbeitgeber solle zusätzlich zur Vermarktung von Ingenieurdienstleistungen auch Beteiligungen an Minenprojekten eingehen, um am Upside beteiligt zu sein. "Der Gedanke, an eine eigene Gold- und Silbergesellschaft, bei der ich selbst maßgeblich die Geschicke bestimme, geht auf das Jahr 1997 zurück", sagt Peter Kuhn. 1999 begann er selbständig zu arbeiten und brachte Ende 2003 sämtliche Liegenschaften seiner privaten Goldminengesellschaft "Golden Spike Mining" in die börsennotierte "Hülle" von Bullion River Gold ein, womit der Zugang zum Kapitalmarkt offen war. Gleichzeitig wurde das Management gestärkt und das Projektportfolio ausgebaut.

Zum Bullion-River-Management gehören neben Peter Kuhn der frühere Anglo-Gold-Geologe Dr. Jacob Margolis (Vice President Exploration) sowie der Ingenieur Glenn Blachford, den Peter Kuhn aus seiner Thyssen-Zeit bestens kennt. Im Board der Gesellschaft sitzt der erfahrene Finanzexperte Victor Bradley, der sich in der Minenszene u.a. als Begründer von Yamana Gold einen Namen gemacht hat.

Starterprojekt French Gulch

Die ehemalige Mine (Past-Producer) French Gulch in Nord-Kalifornien besitzt mehrere günstige Eigenschaften, die sie als Starterprojekt besonders geeignet machen:

1. Das Projekt liegt in den Klamath Mountains, einem historischen Goldgebiet Kaliforniens und zeichnet sich durch außergewöhnlich hohe Goldgehalte aus. Der Durchschnitt liegt historisch bei über einer Unze Gold (mehr als 33 Gramm) pro Tonne. Die Hochgradigkeit des Erzes gehört zu den wichtigsten Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Betrieb von untertägigen Minen.

2. Die Lizenz zum Betreiben der French Gulch Mine liegt bereits vor, da es sich um eine ehemals produzierende Mine handelt. In der Tat wurde die Mine bis 2002 von Privatleuten im kleinen Stil betrieben. Da diese jedoch fortgesetzt gegen Umweltauflagen verstießen, wurde die Mine geschlossen. Die Vorbesitzer von French Gulch - Eigentümer einer erfolgreichen Pizzakette - hatten weder das Interesse, noch das Know-how systematische Exploration durchzuführen. Dadurch ergibt sich die paradoxe Situation, dass das Goldfeld nie in seiner Geschichte mit modernen Methoden untersucht wurde. Peter Kuhn und sein Team haben dies seit Oktober 2004 nachgeholt und seit Januar 2005 sowohl von der Oberfläche wie von Untertage Bohrungen vorgenommen. Alle Indikationen deuten auf die reiche Vererzung sowie die außergewöhnliche Hochgradigkeit der Vorkommen.

3. Es befindet sich eine kleine, funktionsfähige Mühle direkt bei der Grube. Diese Mühle lässt sich mit vergleichsweise geringem Aufwand (vorläufig geschätzte Kosten 1,75 Mio.) auf 500 Tonnen Tageskapazität ausbauen. Würde diese Kapazität voll ausgeschöpft, könnte French Gulch bei durchschnittlichen Erzgehalten von einer Unze Gold pro Tonne am Tag 500 Unzen und pro Jahr bis zu 175.000 Unzen Gold produzieren. Peter Kuhn veranschlagt im Businessplan jedoch zunächst nur eine Produktionsrate von 25.000 Unzen im zweiten Halbjahr 2005 und 75.000 Unzen in 2006. Wegen der Hochgradigkeit des Gesteins bewegen sich die vorläufig kalkulierten Produktionskosten pro Unze Gold am unteren Rand der Vergleichsgruppe unter den Gold-Produzenten. Die Produktionskosten (Total Costs) pro Unze werden mit 165 US-Dollar veranschlagt, was bei einem Goldpreis von durchschnittlich 400 US-Dollar noch eine stabile Bruttomarge von deutlich mehr als 200 Dollar ergäbe.

4. Es kommt dem Umweltschutz entgegen, dass die Mühle nur durch Schwerkrafttrennung und Flotation betrieben werden kann. Es muss zur Gewinnung des Rohgoldes kein giftiges Zyanid eingesetzt werden.

5. Die besondere Lage der Erzvorkommen bei French Gulch unter einem Hügel (siehe Graphik nächste Seite) bietet für die untertägige Erschließung große Vorteile, sagt Peter Kuhn. Zunächst musste nur der vorhandene, 300 Meter lange Fahrschacht überholt werden, der fast horizontal zu den bekannten Erz-Venen (Lucky 7 Vein und Washington Vein) führt. Das Gold-Erz könnte bei der Produktion später mit dem Fahrlader über einen neuen Stollen aus der Mine heraustransportiert werden. "Wir sprechen hier von Untertagebau in seiner kostengünstigsten Form", sagt Peter Kuhn. Er und sein Team bei Bullion River - darunter der ehemalige Thyssen-Mann Glenn C. Blachford - sind in der Lage, die komplette Ingenieurplanung einschließlich der Kostenschätzungen selbst vorzunehmen. "Wir können unsere Durchführbarkeitsstudie selbst machen. Das war bei Thyssen unser Job", sagt der Mineningenieur Kuhn. Dennoch sind aus Gründen der Transparenz unabhängige Ingenieure des renommierten Büros SRK von Anfang an mit auf dem Projekt.

6. Die Geologie in French Gulch besteht aus einem hochgradigen Venen-System mit so genanntem mesothermalem Gold, d.h. die Venen setzen sich zur Tiefe hin fort und können leicht nach unten weiter verfolgt werden. Die berühmtesten Beispile für mesothermale Goldvorkommen sind die Minen in Südafrika, die bis in 3.000 Meter Tiefe reichen.

Die schnellen Fortschritte auf der French Gulch Mine zeigen, dass Bullion River mit Macht an dem Ziel arbeitet, noch in diesem Jahr den Aufstieg von der bloßen Explorationsfirma unter die Produzenten zu schaffen.

North Fork - Der (geplante) zweite Streich

Bullion River ist keine Ein-Projekt-Gesellschaft - vielmehr verfügt das Unternehmen über eine gut gefüllte Pipeline an Projekten. Das zweite Ziel nach French Gulch ist die North Fork Mine, ebenfalls in Kalifornien. Genau genommen sollte diese Mine ursprünglich das Starterprojekt für Bullion River werden. Doch als sich kurzfristig die Chance bot, French Gulch mit der existierenden Minenlizenz zu übernehmen, wurde dieses Projekt vorgezogen, um noch schneller in Produktion gehen zu können. Die North Fork Mine ähnelt in vielen Eigenschaften dem French Gulch Vorkommen. Auch in North Fork sind historisch außergewöhnliche Goldgehalte von durchschnittlich mehr als einer Unze gemessen worden. Dabei sind die Venen allerdings deutlich breiter als bei French Gulch, weswegen Peter Kuhn North Fork im Vergleich mit French Gulch für das noch stärkere Projekt hält. "North Fork kann einmal eine größere Mine mit größerer Tonnage werden", sagt er.

Bei North Fork handelt es sich um eine aufgelassene Goldmine im Alleghany Minen Gebiet im Norden von Kalifornien. Die Mine befindet sich 3,8 Kilometer nordwestlich der Sixteen-to-One Mine und 37 Kilometer nordöstlich von Grass Valley, wo EMGold Mining Corp. eine Ressource von 1,4 Millionen Unzen gemeldet hat. Die Mineralisation von North Fork besteht aus einem goldhaltigen (mesothermalen) Quartz-Venen-System, das sich über eine Breite von 240 Metern und über eine Länge von 2,3 Kilometern erstreckt. Zwischen 1910 und 1940 wurden untertage Stollen auf knapp zwei Kilometer Länge angelegt. Viele Proben aus dieser Zeit dokumentieren Gehalte von mehr als einer Unze pro Tonne. Bullion River Gold hat bereits die Bohrgenehmigung erteilt bekommen.

Bullion River hat für die Mine bereits erste Maßnahmen zur Wiederherstellung getroffen, u.a. soll eine Werkstatt gebaut und elektrischer Strom gelegt werden. Die Minenlizenz liegt noch nicht vor. Die Gesellschaft plant jedoch eine - für Kalifornien - völlig neue Art der Produktion. Die gesamte Förderung und Verarbeitung des Erzes soll untertage geschehen. Damit hofft Peter Kuhn die strengen Umweltauflagen zu erfüllen. Laut Businessplan soll die Produktion in North Fork Ende 2006 beginnen. Das Ziel künftiger Explorationsbohrungen von Untertage sind zunächst 250.000 Unzen Gold und später weitere 300.000 Unzen.

Projektportfolio und Standortwahl

Die Entscheidung für die USA als Standort für die Minenprojekte von Bullion River hat Peter Kuhn bewusst getroffen. Er nennt drei Gründe: Nevada stehe weltweit an dritter Stelle bei der Goldproduktion, es sei die Heimat von weltweit führenden Minen wie etwa der Round Mountain Mine, in deren Nachbarschaft sich alle drei fortgeschrittenen Explorationsgrundstücke von Bullion River befinden (Cimarron, Corcoran, Antone Canyon). Zweitens sei Nevada politisch und rechtlich sicher und es gebe, drittens, kein Währungsrisiko für Bullion River, wenn man produziere. Kosten und Erträge werden in der gleichen Währung fakturiert. Zudem sei die Infrastruktur hoch entwickelt und sämtliche Projekte liegen in der Nachbarschaft zu riesigen, hoch profitablen Minen. Zudem sind alle Projekte vom Firmensitz Reno aus mit dem Wagen in drei bis vier Stunden zu erreichen.

Kalifornien, wo die beiden Past-Producer angesiedelt sind, hat wegen seiner strengen Umweltauflagen in den vergangenen Jahren eher den Ruf bergbaufeindlich zu sein. "Die Praxis sieht aber anders aus", sagt Peter Kuhn. Wenn man sich an die Spielregeln halte, arbeiteten die kalifornischen Behörden zum Teil sogar schneller als die in Nevada. Peter Kuhn ist überzeugt, dass Kalifornien zumal unter dem Gouverneur Arnold Schwarzenegger, wieder offener für den Bergbau geworden ist - nicht zuletzt wegen der hohen Verschuldung des Staates.

Spekulative Phantasie nahe Cortez Hills

Mit der Akquisition von Wenban Spring in Nevada im Spätsommer 2004 ist Bullion River ein Coup gelungen, der in Nevada für große Aufmerksamkeit gesorgt hat. Das Gebiet grenzt unmittelbar an Cortez Hills, wo Placer Dome und eine Tochtergesellschaft von Rio Tinto unlängst eine der größten Neuentdeckungen der jüngeren Zeit gemacht haben. Dr. Jacob Margolis, der Geologe von Bullion River, hat das Gebiet sofort akquiriert, als er erfahren hatte, dass es noch frei war. Sollten bei den weiteren Explorationsarbeiten dort interessante Goldvorkommen gefunden werden, dürfte Wenban Spring unmittelbar auf das Radar von Jonit Venture-Partnern gelangen, die das Gebiet gemeinsam mit Bullion entwickeln wollen.

Joint Ventures sind generell eine sinnvolle Option für sämtliche Explorationsprojekte von Bullion River, insbesondere die weiter fortgeschrittenen Projekte Cimarron, Corcoran und Antone Canyon in Nevada. Entsprechende Anfragen von interessierten Gesellschaften liegen bei Bullion River bereits vor.

GOLDINVEST.de berichtet und kommentiert das aktuelle Geschehen an den Rohstoffmärkten und verfolgt die Entwicklung von Minengesellschaften, insbesondere aus den Bereichen Gold- und Silber, aber auch bei Basismetallen und sonstigen Rohstoffen. Weitere Infos unter: www.goldinvest.de

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die Smarthouse Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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