| Kurse + Charts + Realtime | News + Analysen | Fundamental | Unternehmen | zugeh. Wertpapiere | Einfügen in | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kurs + Chart | Chart (groß) | News + Adhoc | Bilanz/GuV | Termine | Zertifikate | Depot |
| Times + Sales | Analysechart (Java) | Analysen | Dividende/HV | Profil | Optionsscheine | Watchlist |
| Börsenplätze | Chartvergleich | Research Statis. | Insidertrades | Knock-outs | myfinanzen | |
| Orderbuch | RT: Stuttgart / | RSS Feed | Analyse | im Forum | Fonds | |
| Historisch | IR-Daten | Anleihen | ||||
GOLDINVEST-Kolumne: Kohle - harte Konkurrenz für das Öl
2003 stieg die Nachfrage nach Kohle-Einfuhren, die in Kraftwerken verwendet wird, der sogenannten Steaming Coal oder Thermal Coal, weltweit um acht Prozent. Im vergangenen, dem laufenden und den kommenden Jahren dürfte die Nachfrage nach importierter Kraftwerkskohle jeweils um weitere drei bis 3,5 Prozent zulegen. Ein Grund für den beständigen Nachfrageboom ist – nahe liegend – der hohe Ölpreis. Die Kohle dient als günstiger Ersatz. Dennoch explodierte auch der Preis des schwarzen Golds in den vergangenen Monaten. Die Produzenten wurden von den starken Nachfrageanstieg 2003 und der weiteren Absatznachfrage 2004 überrascht. Zum ersten Mal seit vielen Jahren kam es daher 2004 auf dem Kohlemarkt zu einem Nachfrageüberhang über die Produktion von zirka 700.000 Tonnen. Der Preis für Thermal-Kohle sprang nach zwei Jahren rückläufiger Preise bereits im vergangenen Jahr um rund 40 Prozent nach oben.
Eine Tonne Kohle kostete 2004 im Durchschnitt 37,50 US-Dollar (Kontrakte mit japanischen Abnehmern). Im laufenden Jahr dürfte der Kohlepreis weitere knapp 40 Prozent auf 52,00 US-Dollar je Tonne zulegen.
Die Gewinnmargen der Kohleproduzenten, insbesondere in den großen Exportnationen Australien, China und Indonesien zeigen eine entsprechend lukrative Entwicklung. Aufgrund des hohen Kohlepreises lohnt es sich für viele Produzenten ihre Produktion hochzufahren. Dies dürfte bereits 2005 wieder zu einem Angebotsüberhang an Kohle führen, so Analysten vom Investmenthaus RBC Capital Markets in Australien. Auch in den kommenden zwei Jahren sollen die zum Export bereit stehenden Mengen stärker wachsen als die Nachfrage. Daher dürften 2007 rund 13 Millionen Tonnen Steaming Coal auf der Vorratshalde landen. Der Kohlepreis breche entsprechend auf 37,00 US-Dollar je Tonne ein.
Schon dieses Szenario verspricht den Kohleproduzenten reichlich Kohle in der Kasse. Doch es könnte noch besser kommen. Die zusätzlichen Exporte dürften überwiegend aus Australien und China stammen. Wächst aber die chinesische Volkswirtschaft weiter mit Raten über 8,5 Prozent, könnte das Land mehr Kohle selbst benötigen. Zudem lassen die sich häufenden Unfälle in den chinesischen Kohleminen darauf schließen, dass im Reich der Mitte bereits über der Obergrenze der eigentlich noch bei gesundem Sicherheitsbewusstsein möglichen Kapazitäten gearbeitet wird und auf Sicherheitsstandards wenig Rücksicht genommen wird. Es könnte daher sein, dass zum einen die Produktion in China mittelfristig aufgrund von Kohlegruben-Schließungen beziehungsweise -Sicherheitsupgrades nicht vom Fleck kommt. Und zum anderen könnte die heimische Wirtschaft mehr vom Energieträger absorbieren als derzeit angenommen.
Ein weiteres Jahr oder zwei oder drei mit nur ausgeglichener Angebots-Nachfragebilanz ist also durchaus denkbar.
Anleger können daher weiter auf die Produzenten von Thermalkohle setzen.
Den größten Hebel auf Preisveränderungen bei dieser Kohlesorte besitzen Xstrata, ein Schweizer-britischer Großkonzern, und die australischen Excel Coal und Centennial Coal. Bei diesen drei Aktien sind vor allem Anleger gut aufgehoben, die an den Angebotsausfall Chinas glauben. Alle anderen sollten sich an die Standardwerte BHP Billiton, Rio Tinto und auch Anglo American aus Südafrika setzen. Ebenfalls aus Südafrika stammt Sasol, die mit ihrer Technologie aus Kohle Benzin und verwandte Produkte herstellen.
Die größten Thermal-Kohle-Exportnationen (in Millionen Tonnen 2005 erwartet; Quelle: RBC):
Australien 117 Indonesien 90 China 82 Südafrika 68 Kolumbien 45 USA 12 Sonstige 53
Die größten Importeure:
Europäische Union 142 Japan 103 Taiwan 64 Südkorea 52 China 4 Sonstige 101
GOLDINVEST.de berichtet und kommentiert das aktuelle Geschehen an den Rohstoffmärkten und verfolgt die Entwicklung von Minengesellschaften, insbesondere aus den Bereichen Gold- und Silber, aber auch bei Basismetallen und sonstigen Rohstoffen. Weitere Infos unter: www.goldinvest.de
Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die Smarthouse Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.
| 19.11.2008 | Xstrata buy | Citigroup Corp. | |
| 01.10.2008 | Xstrata buy | Société Générale Group S.A. (SG) | |
| 08.08.2008 | Xstrata buy | Société Générale Group S.A. (SG) | |
| 07.08.2008 | Xstrata outperform | Credit Suisse Group | |
| 06.06.2008 | Xstrata kaufen | Fuchsbriefe |
Aktien in diesem Artikel
| Xstrata | 7,8 | +1,3% | |
| BHP Billiton 4 | 11,1 | +2,7% | |
| Rio Tinto | 30,0 | +9,9% | |
| Anglo American 2 | 13,4 | +8,3% | |
| Sasol | 16,7 | +1,2% | |
| Centennial Coal Company | 1,4 | +10,0% |
![]() | |
![]() | |
![]() |
| 21.11.2008 18:38 Eine Börsenwoche zum Vergessen - DAX massiv eingebrochen | |
| 21.11.2008 10:28 Überraschung: Dax startet trotz Wall Street-Einbruch freundlich | |
| 20.11.2008 17:05 Schwache US-Arbeitsmarktdaten belasten Stimmung an der Börse |
Aktuelle News
|



















