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GOLDINVEST-Kolumne: Vulcan Resources: Hohe Cash-Position und rasche Anpassung an die aktuelle Situation an den Finanzmärkten - Umsicht zahlt sich aus...
Das australisch-finnische Explorationsunternehmen Vulcan Resources (WKN: A0HHEF ; ISIN: AU000000VCN8) beweist Umsicht und rasches Handlungsbewusstsein in Bezug auf die aktuelle Lage an den Finanz- und Kapitalmärkten.
Weltweit unterliegt der Interbankenmarkt einer Liquiditätskrise, die gegenwärtig durch die Zentralbanken aufgefangen wird. Der sprunghafte Rückgang an Liquidität im Interbankenmarkt, dessen Beginn vor zwei Wochen unter dem Stichwort "Bankenkrise" seinen Anfang nahm und als dessen Auslöser der Insolvenzantrag der US-Investmenbank Lehman Brothers gilt, ist in erster Linie auf einen starken Vertrauenseinbruch zwischen den Banken und darauf folgender Panikreaktionen zurückzuführen. In einem panischen Umfeld empfiehlt sich vor allem immer eines: Ruhe bewahren und Umsicht walten lassen.
Dies gilt auch in besonderem Maße für Geschäftsführer und Management-Teams von Explorationsunternehmen, die ebenfalls auf Fremdkapitalfinanzierungen angewiesen sind. Gerade das Board von Vulcan beweist im gegenwärtigen Umfeld Weitsicht und ein ausgezeichnetes Risikomanagement.
So hat das Unternehmen Ende der letzten Woche die Entscheidung bekannt gegeben, seine hohe Cash-Position - das Explorationsunternehmen hält laut Stand zum 31. August ein Volumen von 34 Millionen AUD (australische Dollar) an liquiden Mitteln - im Angesicht der Finanzmarktkrise vorerst zu schonen. Bis zum Ende des Jahres werden daher zunächst Aufwendungen für Bauarbeiten auf dem Kylylahti-Projekt zurückgestellt.
Vulcan beweist mit diesem Vorgehen nicht nur eine der Situation hervorragend angepasste risikoaverse Strategie von hoher Aktualität. Das Board achtet hier ganz bewusst darauf, den hohen Liquiditätsstatus des Unternehmens beizubehalten bis sich die Wogen an den Kapitalmärkten geglättet haben.
Finanzierungspläne und Off-Take-Verhandlungen schreiten voran
Neben der temporären Strategie den gegenwärtigen Liquiditätsstatus des Unternehmens aufrecht zu erhalten, macht Vulcan weiterhin gute Fortschritte bei der Umsetzung der Finanzierungspläne für das Flaggschiff-Kylylahti-Nickel-Kupfer-Kobalt-Projekt.
Das Unternehmen hat mittlerweile bei der finnischen Regierung Unterstützung bei der Kreditaufnahme in Form von Infrastruktursubventionen und der Bereitstellung von Garantien beantragt. Die guten Aussichten für die Wirtschaftlichkeit des Kylylahti-Projekts haben dazu geführt, dass bereits detaillierte Angebote zur Finanzierung von diversen Kreditinstituten eingegangen sind.
Der endgültige Abschluss der Verhandlungen in Bezug auf die Fremdfinanzierung hängt schlussendlich vom Abschluss der Off-Take-Agreements ab.
Doch auch in diesem Punkt kann Vulcan bereits weitere Fortschritte vermelden. Die Talvivaara Mining Company, deren Erzverarbeitungsanlage nur rund 150 Kilometer vom Standort des Kylylahti-Projekts entfernt ist, hat eine Absichtserklärung für den Erwerb und die Verarbeitung des auf Kylylahti gewonnen Nickelkobalts unterzeichnet. Weiterer Bestandteil der Absichtserklärung ist eine technische Studie zur Durchführbarkeit der Konzentratverarbeitung in Talvivaaras Anlage. Die Ergebnisse der Studie werden noch erwartet.
Zudem hat bereits eine Reihe weiterer Unternehmen Angebote für den späteren Erwerb und die Verarbeitung der Kupfer-Gold-Konzentrate von Kylylahti abgegeben.
Bei einem Off-Take-Agreement schließt der Verkäufer (hier Vulcan) langfristige Lieferverträge mit dem Abnehmer (Offtaker) ab. Die Lieferverträge können einen Teil, oder auch die Gesamtproduktion umfassen. Der Verkäufer lässt sich hierbei nicht auf das Risiko eines unsicheren Marktes ein. Der klare Vorteil für den Verkäufer liegt in einem konstanten Zustrom an Kapital um die nötigen Finanzierungskosten weiter zu decken. Das Kreditrisiko liegt hierbei beim Abnehmer.
Aktueller Börsenwert spiegelt gerade einmal den Cash-Bestand wider
Aktuell notiert die Aktie der Vulcan Resources bei 0,15 AUD an der Heimatbörse ASX. Somit spiegelt der Börsenwert des Unternehmens - aufgrund des Drucks durch das gegenwärtige Marktumfeld - mittlerweile gerade einmal das Volumen an liquiden Mitteln in Höhe von 34 Millionen AUD wider. Damit liegt der Börsenwert mittlerweile sogar um 47 % unter den Gesamtvermögenswerten des Unternehmens.
Ganz zu schweigen vom Kapitalwert. Laut konservativer Schätzung in der Feasibility Study beträgt der NPV für das Kylylahti-Projekt (Net present value ~ diskontierte Erträge auf den Zeitpunkt der Erstellung der Machbarkeitsuntersuchung und Abschreibung an Investitionen) 149,3 Millionen US-Dollar. Unter Berücksichtigung des aktuellen Wechselkurses übersteigt der Kapitalwert des Projekts damit den reinen Börsenwert bereits um 438 %.
Langfristig betrachtet eine günstige Aktie, zumal auch im Hinblick auf die noch für dieses Jahr anstehende Aktualisierung der Ressourcenschätzung.
GOLDINVEST.de berichtet und kommentiert das aktuelle Geschehen an den Rohstoffmärkten und verfolgt die Entwicklung von Minengesellschaften, insbesondere aus den Bereichen Gold- und Silber, aber auch bei Basismetallen und sonstigen Rohstoffen. Weitere Infos unter: www.goldinvest.de
Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die Smarthouse Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.
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