LUXEMBURG (dpa-AFX) - Die Immobiliengesellschaft Gagfah hat im zweiten Quartal wegen einer Bestandsneubewertung im Vorjahreszeitraum einen deutlich geringeren Gewinn erzielt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) reduzierte sich von 722,5 im Vorjahresquartal auf 103,7 Millionen Euro, wie die Gesellschaft am Donnerstag in Luxemburg mitteilte. Der Überschuss lag bei 38,1 Millionen Euro, nach zuvor 578,5 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr war dem Unternehmen durch die Neubewertung des Immobilienbestandes ein Gewinn in Höhe von 622 Millionen Euro zugeflossen. Im Vergleich zu den Erwartungen der Analysten ergibt sich für das im MDAX gelistete Unternehmen ein gemischtes Bild.
Hauptgeschäft der Gagfah ist der Besitz, die Bewirtschaftung und der Kauf von Wohnungsportfolios sowie Privatisierungen. Bei den Mieterlösen konnte die Gesellschaft eine Steigerung von 236,4 Millionen auf 247,8 Millionen Euro erzielen. "Wir haben die Mieten annualisiert um 2,6 Prozent erhöht, die Leerstandsquote gegenüber dem 1. Quartal 2008 von 5,0 Prozent auf 4,6 Prozent gesenkt", sagte Unternehmenschef Burkhard Ulrich Drescher laut Mitteilung. Gagfah erwarte auch weiterhin eine positive Entwicklung des operativen Geschäfts und blicke "zuversichtlich auf ein erfolgreiches zweites Halbjahr".
Die Branchenexperten waren beim Ebit von 112,9 Millionen Euro, beim Periodenergebnis von 35,5 Millionen Euro und bei den Erlösen von 246,7 Millionen Euro ausgegangen.
Die für die Gagfah wichtige Kenngröße Funds from Operations (FFO), die auch für die Dividendenzahlung ausschlaggebend ist, liegt dem Unternehmen zufolge bei 0,22 Euro je Aktie (Schätzung: 0,22), nach 0,23 Euro im Vorjahreszeitraum. Als Dividende zahlt das Unternehmen wie im vergangenen Jahr 0,20 Euro je Aktie./sc/sk/tw