25.07.2008 08:45
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Geldanlage-Report-Kolumne: Aixtron - Gewinner der Klimarevolution!?

Delle beim Auftragseingang führt zu massiver Kursabstrafung. Aktie ist fundamental nicht günstig, aber technologisch glänzend aufgestellt.

Aixtron gehört bei Day- und Rebound-Tradern zu den Lieblingsopfern aus dem TecDAX. Das Papier ist traditionell höher bewertet als die meisten anderen Titel des Technologie-Index und wegen der Zyklizität des Geschäfts von der konjunkturellen Entwicklung stark abhängig. Entsprechend volatil entwickelt sich das Papier.

Über 80 Prozent des Geschäfts wird in Asien gemacht, dem Mekka der Elektronik-Chip-Industrie. Die Aachener sind auf die Herstellung von Anlagen für Leuchtdioden (LEDs) spezialisiert, die in Mobiltelefonen, Autos und Displays für andere elektronische Geräte (Unterhaltungsindustrie) zum Einsatz kommen.

Warnung schockt Anleger

Anfang Mai kam es zu einem der gefürchteten massiven Kurseinbrüche als Vorstandschef Paul Hyland von einer sich abschwächenden Anfragetätigkeit seitens der Kunden berichten musste und unkte, dass der Höhepunkt des aktuellen Investitionszykluses erreicht sein könnte. Seither hat die Aktie rund 40 Prozent an Wert verloren, was dann doch etwas übertrieben scheint.

Denn: Vor allem bei Leuchtmitteln werden LEDs immer beliebter. Light Emitting Diodes, so der vollständige Name, sind um ein Vielfaches effizienter als beispielsweise Glühbirnen und dürften diese bereits in wenigen Jahren ganz verdrängen. In Australien und Neuseeland gibt es sogar bereits ein entsprechendes Verbot.

Der bei LEDs verarbeitete Rohstoff Gallium-Arsenid gilt bei Insidern zudem als zukünftige Konkurrenz für herkömmliche Silizium-Speicherchips. Mit Galliumarsenid ist eine höhere Speicherdichte und eine größere Temperaturkonstanz möglich. Die US-Tochter Genus ist in diesem Bereich aktiv und wächst schnell.

Zudem weisen die Aachener eine noch bessere Marktstellung wie die beiden zuvor vorgestellten Unternehmen auf, weil sie quasi keinen direkten Konkurrenten haben. Qualität hat seinen Preis Zumindest mittel- und langfristig sind die Perspektiven für Aixtron also glänzend. Allerdings muss der Anleger diese Zukunftsfantasie teilweise mitbezahlen. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 20 für 2008 und 18 für 2009 ist das Papier auch nach dem jüngsten Kursrückgang immer noch überdurchschnittlich hoch bewertet.

Mein Fazit:

Aixtron eignet sich für aggressive Trader, die auf eine kurzfristige starke Erholung am Gesamtmarkt spekulieren. Wer länger dabeibleiben möchte, sollte sich auf eine Achterbahnfahrt einstellen.



Armin Brack ist Chefredakteur des Geldanlage-Reports. Gratis anmelden unter: www.geldanlage-report.de.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die Smarthouse Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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