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Geldanlage-Report-Kolumne: Google straft Kritiker Lügen!
Viel ist geschrieben worden über eine angeblich rückläufige Klick-Quote auf die Internet-Text Anzeigen, die über Google auf über 60 Prozent aller kommerziellen Internetseiten geschaltet werden. Das ist die Haupteinnahmequelle von Google. Das Unternehmen verdient hier an jedem Klick. Im Vorfeld der jüngsten Quartalszahlen wurde die Aktie vor allem deshalb massiv abgestraft, weil Internet-Marktforschungs-Unternehmen dramatisch rückläufige Klick-Raten ausgemacht hatten.
Übertriebene Panikmache
Nun erwiesen sich die Befürchtungen aber als weit überzogen: Lediglich eine Verlangsamung des Wachstums war feststellbar, aber eine Gewinnsteigerung von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal ließ die Warner zunächst verstummen. Immerhin eine 20-prozentige Steigerung gelang bei den "Paid Clicks".
Die Umsätze insgesamt legten sogar noch stärker - um 44 Prozent auf 5,19 Milliarden US-Dollar - zu. Analysten erhöhten die zuvor gesenkten Prognosen wieder, die von 750 auf 412 US-Dollar abgestürzte Aktie sprang in den letzten beiden Wochen um 30 Prozent nach oben.
Uneinigkeit über Potenzial
Das ändert nichts daran, dass die Zeiten des unbegrenzten Wachstums - vor allem am US-Markt - vorbei sind. Leland Westerfield, Internet-Analyst bei BMO Capital Markets, gab zu Bedenken, dass ein Teil des Gewinnanstiegs durch niedrigere Steuern und höhere Zinsen auf den Cashbestand erzielt wurde und sprach deshalb von "Gewinntreibern von geringerer Qualität".
Zudem tut sich das Unternehmen mit Hauptsitz Mountain View im kalifornischen Silicon Valley in China weiter schwer. Dafür bieten andere internationale Märkte weiteres Potenzial und das Wachstum beim erworbenen Online-Video-Portal YouTube gewinnt zusehends an Fahrt. Umsätze werden hier vor allem durch kurze Werbespots erzielt, die vor dem Abspielen der Videos angezeigt werden. Immer wichtiger wird auch der Bereich Mobile Internet über Handy.
Hier besteht die Herausforderung für Google darin, trotz kleinerem Display mehrere Anzeigen auf einer Seite unterzubringen, weil sonst Einnahmeausfälle drohen. Nicht zuletzt deshalb halten die Spekulationen an, dass nach dem iPhone auch Google an der Entwicklung eines eigenen Handys arbeitet.
Mein Fazit:
Google hat weiter die besten Perspektiven im Sektor. Mit einem 08/09er-KGV von 28 bzw. 23 ist die Aktie wieder vernünftig bewertet. Charttechnisch wurde die 200-Tage-Durchschnitts-Linie zurück erobert.
Armin Brack ist Chefredakteur des Geldanlage-Reports. Gratis anmelden unter: www.geldanlage-report.de.
Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die Smarthouse Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.
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