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Generali fordert von Commerzbank Entschädigung für Ausfälle
MAILAND (Dow Jones)--Die italienische Assicurazioni Generali SpA fordert Ersatz für rund 500 Mio EUR, die dem Versicherer durch das Ende der Zusammenarbeit mit der Commerzbank AG als Prämieneinnahmen entgehen sollen. "Generali verhandelt nach der Fusion von Commerzbank und der Allianz-Tochter Dresdner Bank mit der Commerzbank, um einen Ausgleich zu finden", sagte eine Generali-Sprecherin am Dienstag in Mailand.
Demgegenueber erfuhr Dow Jones Newswires aus Finanzkreisen, dass die Forderung von 500 Mio EUR als unberechtigt gilt: "Dafür gibt es keine Grundlage", sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. Die Vertriebsvereinbarung zwischen Dresdner Bank AG und Commerzbank basiert auf einem bis 2010 gültigen Vertrag. Anlässlich der Fusion mit der Dresdner Bank hatte die Commerzbank Anfang September angekündigt, dass der Vertrag auslaufen soll. Zukünftig würden ausschließlich die Versicherungsprodukte der Allianz SE angeboten.
"Beide Parteien verhandeln noch die Details", sagte die Generali-Sprecherin weiter. Generali-Chairman Antoine Bernheim hatte Medienberichten zufolge am Montag gesagt, in der Diskussion sei der Verkauf eines kleinen Finanzdienstleisters in der Schweiz und einiger Geschäftsbereiche auf Martinique und Guadeloupe an die Generali.
Im September hatte eine weitere kundige Person aus dem Umfeld der Generali Dow Jones Newswires gesagt, der Versicherer sehe seine Beteiligung an der Commerzbank als Finanzinvestment an. Hintergrund sei, dass die Allfinanz-Vereinbarung zwischen Commerzbank und Generali wegen der Fusion und dem damit verbundenen Einstieg der Allianz auslaufen wird.
Webseite: http://www.generali.com
- Von Sabrina Cohen, Dow Jones Newswires, +39 02 5821 9906 sabrina.cohen@dowjones.com
DJG/DJN/rso/kla (END) Dow Jones Newswires
October 14, 2008 07:20 ET (11:20 GMT)
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