Die Heidelberger Druckmaschinen AG (FWB: HDD) hat im dritten Quartal des
Geschäftsjahres 2011/12 (1. Oktober bis 31. Dezember 2011) bei stabilem
Umsatz ein leicht positives Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit
erreicht. Im Januar 2012 wurde das Effizienzprogramm "FOCUS 2012"
verabschiedet. Damit soll sichergestellt werden, dass im Geschäftsjahr
2013/14 das angestrebte operative Ergebnis vor Sondereinflüssen von rund
150 Mio. Euro erreicht wird.
Der Auftragseingang lag in den ersten neun Monaten (1. April bis
31. Dezember 2011) mit 1,975 Mrd. Euro um 7 Prozent unter dem
Vorjahreswert (2,120 Mrd. Euro). Der Auftragsbestand der
Heidelberg Gruppe betrug zum Ende des dritten Quartals 728 Mio. Euro und
lag auf dem Niveau des Vorquartals (731 Mio. Euro).
Der Umsatz lag in den ersten neun Monaten mit 1,811 Mrd. Euro um
4 Prozent hinter dem Vorjahreswert (1,883 Mrd. Euro); währungsbereinigt
erreichte er mit 1,841 Mrd. Euro nahezu das Vorjahresniveau.
"Die unsichere konjunkturelle Lage und das dadurch gebremste
Investitionsverhalten haben sich wie erwartet im Geschäftsverlauf von
Heidelberg niedergeschlagen", sagte Bernhard Schreier,
Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. "Dennoch ist das operative
Ergebnis durch konsequentes Kostenmanagement im dritten Quartal positiv
ausgefallen und liegt insgesamt im Rahmen der abgeschwächten
Erwartungen."
Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit ohne Sondereinflüsse
konnte nach neun Monaten trotz niedrigerer Umsatzerlöse auf minus 19
Mio. Euro (Vorjahr: minus 26 Mio. Euro) verbessert werden. Die
Sondereinflüsse von 10 Mio. Euro resultieren überwiegend aus
Aufwendungen für weitere Strukturanpassungen.
Das Finanzergebnis konnte mit minus 62 Mio. Euro dank der
gelungenen Refinanzierung und den geringeren Finanzierungskosten
gegenüber dem Vorjahr (minus 103 Mio. Euro) deutlich verbessert werden.
Beim Ergebnis vor Steuern erzielte Heidelberg nach neun Monaten
eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr von minus 103 Mio. Euro auf
minus 91 Mio. Euro. Nach drei Quartalen beläuft sich der Fehlbetrag des
laufenden Geschäfts auf minus 79 Mio. Euro (Vorjahr: minus 78 Mio. Euro).
Der Free Cashflow fiel nach neun Monaten mit minus 23 Mio. Euro
negativ aus. Dazu haben vor allem der Jahresfehlbetrag und die
Investitionen in die Werkserweiterung in China beigetragen. Die Nettofinanzverschuldung
sank erneut leicht und lag nach drei Quartalen bei vergleichsweise
niedrigen 273 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote blieb im
Berichtszeitraum mit nahezu 30 Prozent stabil.
"Durch die gelungene Refinanzierung und das konsequente Asset Management
ist Heidelberg finanziell stabil aufgestellt", sagte Dirk Kaliebe,
Finanzvorstand des Unternehmens. "Der Erfolg unserer finanziellen
Maßnahmen zeigt sich in der weiterhin stabilen Eigenkapitalquote und der
deutlich reduzierten Nettofinanzverschuldung."
Zum 31. Dezember 2011 beschäftigte Heidelberg weltweit 15.666 Mitarbeiter
(Vorjahr: 15.828).
Geschäftsergebnisse in den Sparten und Regionen
Die Auftragseingänge der Sparte Heidelberg Services entwickelten
sich im dritten Quartal mit 277 Mio. Euro positiv und konnten sich
gegenüber den Vorquartalen verbessern. Im Neunmonatsvergleich lagen die
Auftragseingänge mit 792 Mio. Euro um 5 Prozent unter dem guten Niveau
des Vorjahres. Im gleichen Zeitraum verringerte sich der Umsatz der
Sparte mit 769 Mio. Euro um 5 Prozent. Der Grund für diese Entwicklung
lag vor allem im Umsatzrückgang des Gebrauchtmaschinengeschäfts. In der
Sparte Heidelberg Equipment lagen die Auftragseingänge nach drei
Quartalen mit 1,172 Mrd. Euro um 8 Prozent niedriger als im Vorjahr,
welches durch die Messen IPEX und ExpoPrint geprägt war. Der
Neunmonatsumsatz lag mit 1,031 Mrd. Euro währungsbereinigt auf dem
Vorjahresniveau.
Die Auftragslage für Heidelberg ist anhaltend international
uneinheitlich. Die Auftragseingänge in den Regionen Europe,
Middle East und Africa (EMEA), South America und Asia/Pacific lagen auch
messebedingt nach drei Quartalen hinter den hohen Vorjahreswerten,
dagegen konnten sich die Regionen Eastern Europe und North America
gegenüber dem Vorjahresniveau verbessern. Der Umsatz lag in der Region
North America deutlich über dem schwachen Vorjahreswert. In den Regionen
Asia/Pacific und South America lagen die Umsätze im Berichtszeitraum
währungsbereinigt auf dem hohen Vorjahresniveau, die Regionen Europe,
Middle East und Africa und Eastern Europe unterschritten den
Vorjahreswert.
Ausblick Geschäftsjahr 2011/12
Zur angestrebten Steigerung der operativen Profitabilität im laufenden
Geschäftsjahr wurden bereits zum Halbjahr kurzfristig umsetzbare
Maßnahmen im Sachkosten- und Personalbereich eingeleitet. Das
Unternehmen geht davon aus, im Gesamtjahr 2011/12 gegenüber dem Vorjahr
ein spürbar verbessertes operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen zu
erzielen. Heidelberg hält an seinen mittelfristigen
Profitabilitätszielen fest, auch wenn sich die geplante Umsatzsteigerung
auf über 3 Mrd. Euro aufgrund der Nachfrageschwäche zeitlich verzögern
sollte.
Mit "FOCUS 2012" zurück zur nachhaltigen Profitabilität
Zur Erreichung der Profitabilitätsziele sollen mithilfe von "FOCUS 2012"
im Geschäftsjahr 2013/14 nachhaltige Einsparungen in Höhe von rund 180
Mio. Euro realisiert werden. Ein Großteil der Einzelmaßnahmen soll
bereits kurzfristig im Kalenderjahr 2012 eingeleitet und umgesetzt
werden. Darüber hinaus beinhaltet das Programm auch mittel- bis
langfristige Maßnahmen, um die Organisation an die veränderten
Strukturen anzupassen.
Die Verhandlungen zwischen Unternehmensleitung und den
Arbeitnehmervertretern zur Umsetzung von "FOCUS 2012" wurden im Januar
2012 aufgenommen. Aus Unternehmenssicht steht dabei eine zügige Einigung
und Umsetzung im Interesse aller Beteiligten im Vordergrund.
"Mit FOCUS 2012 antworten wir auf den Wandel in unserer Branche und
schaffen die Basis sowie effiziente Strukturen für eine nachhaltig
profitable Geschäftsentwicklung", sagte Bernhard Schreier. "Damit wollen
wir sicherstellen, dass wir wie geplant im Geschäftsjahr 2013/14 das
angestrebte operative Ergebnis von rund 150 Mio. Euro erreichen und
Heidelberg auch in Zukunft seine führende Position eigenständig weiter
ausbauen kann."
drupa 2012 bietet Wachstumschancen durch konsequente Ausrichtung an
den Kundenbedürfnissen und Markttrends
Die strukturellen Änderungen im Medien- und Kommunikationsmarkt stellen
die gesamte Druckindustrie vor neue Herausforderungen. Heidelberg hat
daher das eigene Leistungsangebot auf die veränderten Kundenbedürfnisse
und wichtigsten Markttrends in der Druckindustrie ausgerichtet. So soll
das Angebot an hochqualitativen und umweltgerechten
Verbrauchsmaterialien weiter ausgebaut werden, um künftig in diesem
Marktsegment weiter wachsen zu können. Ein weiteres Beispiel für diese
konsequente Ausrichtung auf die Wachstumsfelder der Printmedienindustrie
ist die neue Speedmaster CX 102. Diese Maschine wird von den Kunden im
industriellen Werbe- und Verpackungsdruck als Antwort auf die
Markttrends nach höchster Produktivität, wirtschaftlichen Erfolg sowie
gleichzeitig bester Energieeffizienz voll angenommen. Dies zeigt sich im
Verkaufserfolg: Bereits ein Jahr nach Einführung auf der Fachmesse IPEX
2010 konnte das 1.000. Druckwerk der Speedmaster CX 102 verkauft werden.
"Der Erfolg der Speedmaster CX 102 veranschaulicht unsere Fähigkeit, als
globaler Technologie- und Marktführer unseren Kunden
betriebswirtschaftlich optimierte Prozesse und Lösungen für innovative
Geschäftsmodelle anzubieten", erklärte Schreier. "Auf der drupa 2012
richten wir uns mit unseren neuesten Angeboten auf die Wachstumsfelder
der Printmedien-Industrie aus. Als größter Aussteller sehen wir die
Messe auch als Chance, dass die Zuversicht in unserer Branche wieder
zunimmt."
Die Tabellen mit den Geschäftszahlen sowie weitere Informationen über
das Unternehmen stehen im Presseportal der Heidelberger Druckmaschinen
AG unter www.heidelberg.com
zur Verfügung.
Terminhinweis:
Die drupa-Pressekonferenz für die Wirtschaftspresse wird am 2.
Mai 2012, 12:00 Uhr, in Halle 1 auf dem Messegelände in Düsseldorf
stattfinden.
Heidelberg auf der drupa 2012
Die weltgrößte Messe der Druckmedien und Druckindustrie drupa 2012
findet vom 3. bis 16. Mai in Düsseldorf statt. Seit Beginn der drupa im
Jahr 1951 ist Heidelberg traditionell der größte drupa-Aussteller.
Unter dem Leitmotto "Discover HEI" stehen die schlanke Produktion (HEI
Productivity), ökologisches Drucken (HEI Eco), Web-to-Print (HEI
Integration), Short-run-Printing (HEI Flexibility), Differenzierung
durch Print-Veredelung (HEI Emotions), Zukunft im Verpackungsdruck (HEI
End) und Vorsprung durch aktuelles Fachwissen (HEI School) im
Mittelpunkt des Messeauftritts. Damit zeigt das Unternehmen Lösungen,
mit denen Druck- und Weiterverarbeitungsdienstleister die aktuellen
Marktanforderungen meistern können. www.drupa.heidelberg.com
Wichtiger Hinweis:
Diese Presseerklärung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, welche
auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung der Heidelberger
Druckmaschinen Aktiengesellschaft beruhen. Auch wenn die
Unternehmensleitung der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen
zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die
künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen
aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich abweichen. Zu diesen Faktoren
können beispielsweise die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage,
der Wechselkurse und der Zinssätze sowie Veränderungen innerhalb der
grafischen Industrie gehören. Die Heidelberger Druckmaschinen
Aktiengesellschaft übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung
dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten
tatsächlichen Ergebnisse mit den in dieser Presseerklärung geäußerten
Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
