STARNBERG/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Bei der Beteiligungsgesellschaft Arques bleibt die Frage der Gewinnverwendung nach der Hauptversammlung offen. Bei dem elfstündigen Aktionärstreffen am Vortag hätten die Anleger den Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat abgelehnt, keine Dividende zu zahlen, bestätigte eine Unternehmenssprecherin am Freitag. Nun werde darüber voraussichtlich auf der nächsten Hauptversammlung entschieden. Ein außerordentliches Aktionärstreffen sei nicht vorgesehen. Während der Hauptversammlung hätten die Anleger die Aktienkursentwicklung kritisiert, räumte die Sprecherin ein.
Nach einem Bericht der Online-Ausgabe der "Financial Times Deutschland" fand auch ein Gegenantrag über die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 51 Cent keine Mehrheit. Gescheitert sei die Verwaltung auch mit einem Vorschlag über eine Satzungsänderung. Innerhalb der vergangenen sechs Monate war der Kurs der Arques- Aktie eingebrochen von mehr als 20 auf mittlerweile unter 6 Euro. Am Freitagnachmittag notierten die Papiere bei minus 6,35 Prozent auf 5,46 Euro.
Erst kürzlich hatte Arques-Chef Michael Schumann in einem Interview angekündigt, dass sich das Unternehmen noch in diesem Jahr von seiner größten Beteiligung, dem Computerhändler Actebis, trennen und künftig wieder ganz auf sein angestammtes Geschäftsmodell setzen wolle. Arques kauft sanierungsbedürftige Firmen, häufig zu einem symbolischen Preis, um sich nach einigen Jahren wieder von ihnen zu trennen./cs/DP/sc