NÜRNBERG (dpa-AFX) - Im Bieterwettstreit um das britische Meinungsforschungsinstitut Taylor Nelson Sofres (TNS) macht die GfK eigenen Angaben zufolge Fortschritte. "Die Gespräche in Bezug auf ein mögliches Angebot für TNS schreiten gut voran", teilte die GfK am Montag in Nürnberg mit. Es gebe aber weiter keine Garantie, dass es wirklich zu einem Angebot kommen wird. Weitere Informationen werde es "zum gegebenen Zeitpunkt" geben.
Zugleich meldete die GfK einen deutlichen Anstieg des Auftragsbestands im ersten Halbjahr. Ende Juni habe er deutlich höher als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahrs gelegen. Bereits abgerechnete sowie für die zweite Jahreshälfte erteilte Aufträge beliefen sich auf 76,4 Prozent des für das Geschäftsjahr 2008 erwarteten Umsatzes. Damit liegt die GfK 2,3 Prozentpunkte über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
Ursprünglich hatten GfK und TNS eine Fusion unter Gleichen angestrebt. Die Fusionsvereinbarung wurde aber in der vergangenen Woche aufgehoben, nachdem der britischen Werbekonzern WPP Group ein 1,08 Milliarden Pfund (1,35 Mrd Euro) schweres feindliches Übernahmegebot vorgelegt hatte. Die GfK kündigte daraufhin eine eigene Offerte für TNS an./fj/he