Heidelberg (aktiencheck.de AG) - Die Heidelberger Druckmaschinen AG (ISIN DE0007314007/ WKN 731400) musste im abgelaufenen Fiskaljahr aufgrund der schwachen Entwicklung auf dem US-Absatzmarkt einen Ergebnisrückgang ausweisen.
Wie der im MDAX notierte Druckmaschinenhersteller am Mittwoch auf Basis vorläufiger Berechnungen erklärte, lag der Umsatz im abgelaufenen Fiskaljahr 2007/08 bei 3,67 Mrd. Euro, was im Vergleich zum Vorjahreswert von 3,80 Mrd. Euro einem Minus von 3,5 Prozent entspricht. Wie der Konzern weiter ausführte, verlief die Geschäftsentwicklung vor allem im vierten Quartal durch die Auswirkungen der Finanzkrise in den USA auf die Weltwirtschaft und durch das zurückhaltende Investitionsverhalten der Kunden vor der wichtigen Fachmesse drupa schwächer. Beim betrieblichen Ergebnis wurde nach vorläufigen Berechnungen ein Gewinn von 268 Mio. Euro verbucht, nachdem im Vorjahr ein um Einmaleffekte bereinigter Betriebsgewinn von 302 Mio. Euro ausgewiesen worden war. Die operative Umsatzrendite erreichte damit 7,3 Prozent (bereinigter Vorjahreswert: 7,9 Prozent). Wie der Konzern weiter ausführte, belief sich der vorläufige Jahresüberschuss auf 142 Mio. Euro, nachdem im Vorjahr ein bereinigter Jahresüberschuss von 144 Mio. Euro ausgewiesen worden war. Der Free Cashflow liegt mit 215 Mio. Euro (Vorjahr: 229 Mio. Euro) weiterhin auf hohem Niveau. "Wir haben in einem schwierigen Umfeld erneut einen guten Free Cashflow erwirtschaftet. Daher beabsichtigt der Vorstand auf Grundlage der vorläufigen Zahlen, dem Aufsichtsrat und später der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 0,95 Euro und damit auf Vorjahresniveau vorzuschlagen", sagte der Finanzvorstand Dirk Kaliebe
Wie der Konzern weiter ausführte, zeichnet sich im laufenden Fiskaljahr 2008/2009 marktseitig keine Besserung ab. Die Einschätzung des weiteren Geschäftsverlaufes im Hinblick auf den Umsatz 2008/2009 wurde im Vorfeld der wichtigen Leitmesse drupa, die vom 29. Mai bis zum 11. Juni 2008 stattfindet, als schwierig bezeichnet. Schon heute sei absehbar, dass im ersten Quartal der Umsatz unter dem Wert des Vorjahresquartals liegen und das betriebliche Ergebnis (EBIT) negativ sein wird. Wie das erste Quartal 2008/2009 wird auch das Gesamtjahr von Sonderaufwendungen für die drupa, Serienanläufen und dem starken Euro belastet. Damit wird das betriebliche Ergebnis auch für das gesamte Geschäftsjahr 2008/2009 unter dem des abgeschlossenen Geschäftsjahres liegen.
Die Aktie von Heidelberger Druckmaschinen gewinnt derzeit 0,51 Prozent auf 15,88 Euro. (07.05.2008/ac/n/d)