KÖLN (dpa-AFX) - Henkel-Chef Kasper Rorsted sieht die Schließung des Genthiner Werks als unumgänglich an. Das Werk in Genthin zu schließen, sei eine "extrem schwierige Entscheidung" gewesen, weil sie die Region Sachsen-Anhalt sehr treffe, sagte Rorsted dem Wirtschaftsmagazin "Capital". "Aber wirtschaftlich geht aus unserer Sicht kein Weg daran vorbei."
Henkel will die Niederlassung bis Ende 2009 aufgeben und die dortige Produktion des Flüssigwaschmittels Spee nach Düsseldorf verlagern. "Die Transportkosten für den Standort sind mittlerweile fast so hoch wie die Herstellungskosten, das rechnet sich nicht mehr."
Die Stilllegung ist Teil des Sparprogramms, von dem auch Henkel-Werke vor allem im europäischen Ausland betroffen sind. "Wir gehen davon aus, dass die Zahl weltweit zweistellig sein wird", sagte Rorsted. An den betroffenen Standorten liefen derzeit die Verhandlungen, sagte er, ohne einzelne Werke zu nennen. Insgesamt will Henkel weltweit 3.000 Stellen einsparen; ein Drittel davon in Deutschland. Neben den 240 Genthiner Mitarbeitern sind vor allem 500 Henkel-Kollegen am Sitz der Konzernzentrale in Düsseldorf Holthausen betroffen./fn/wiz