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Henkel-Konzern sagt weiteres Engagement für Standort Genthin zu
Zudem sei eine gemeinsame Projektgruppe mit dem Ziel gegründet worden, neue Firmen und damit Arbeitsplätze auf dem bisherigen Henkel-Areal anzusiedeln. Das Land werde diesen Prozess mit Fördermitteln unterstützen, um in 10 bis 15 Monaten erste Investoren zu gewinnen. Henkel werde gezielt Partner und Kunden ansprechen.
SCHLIESSUNG 2009
Der Konzern hatte am Montag überraschend für 2009 die Schließung des traditionsreichen Betriebes angekündigt, in dem Flüssigwaschmittel und Weichspüler hergestellt werden. Als Grund wurden zu hohe Kosten genannt. Am Freitagabend wollten die rund 240 Beschäftigten in Genthin für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze auf die Straße gehen. Geplant waren ein Fackelzug durch die Stadt und anschließend eine Kundgebung.
Haseloff bezeichnete das Ergebnis seines Gesprächs mit den Henkel-Verantwortlichen in Düsseldorf als "eindeutigen Durchbruch". "Der Konzern engagiert sich weiterhin maßgeblich, um den Industriestandort zu erhalten." Dazu gehöre auch die Bereitschaft, im Rahmen des Stipendiatenprogramms des Landes junge Akademiker zu unterstützen, die nach ihrer Ausbildung möglichst im Osten gehalten werden sollen. Die Projektgruppe zur Entwicklung des Standortes Genthin werde regelmäßig tagen, bereits kommende Woche sei das nächste Treffen geplant.
KEINE ALTERNATIVE
Zuvor hatte der für das Waschmittelgeschäft zuständige Henkel-Vorstand Friedrich Stara die Schließungspläne verteidigt. "Würde es eine Alternative geben, wir hätten sie gewählt", sagte er der "Magdeburger Volksstimme" (Freitag). "Henkel hat die geplante Maßnahme lange und intensiv diskutiert und verschiedene Alternativen geprüft. Eine Variante war sogar eine weitere hohe Investition in den Standort. Alle gerechneten Varianten haben sich jedoch als wirtschaftlich nicht tragbar gezeigt." Stara bot an, Fördermittel zurückzuzahlen. "Wir rechnen mit einer Summe von etwa 1,6 Millionen Euro", sagte er der "Leipziger Volkszeitung" (Freitag)./kr/DP/edh
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