KÖLN (dpa-AFX) - Das China-Geschäft wird für den Düsseldorfer Henkel-Konzern immer wichtiger. "Wir gehen davon aus, dass China 2010 zu unseren fünf umsatzstärksten Märkten zählt", sagte Konzernchef Kasper Rorsted dem wöchentlichen Finanzdienst "Capital Investor". Durch den Zukauf von National Starch habe Henkel das China-Geschäft gestärkt, das bereits profitabel sei. "Sonst wären wir nicht dort." Insbesondere mit spezialisierten Industriegütern, die einen technischen Mehrwert bieten, habe Henkel in China Erfolg.
Die beschlossenen Restrukturierungsmaßnahmen, die weltweit bis zu 3.000 Stellen kosten werden, verteidigte Rorstedt. "Wirtschaftlich geht an dem Effizienzsteigerungsprogramm kein Weg vorbei." Finanzielle Belastungen sieht Rorstedt für Henkel vor allem durch die hohen Rohstoffpreise. "Bis Sommer 2008 rechneten wir noch mit vier bis sechs Prozent; inzwischen gehen wir von einem Anstieg bei den Materialkosten von sieben bis neun Prozent über das gesamte Sortiment aus." Henkel werde deshalb Preissteigerungen durchsetzen müssen, was bei Klebstoffen und Waschmitteln schon gelungen sei./she/stw