HAMBURG (dpa-AFX) - Die Hexal-Gründer Andreas und Thomas Strüngmann wollen insgesamt 500 Millionen Euro in die deutsche Biotechnologie-Industrie investieren. "Das ist eine Schlüsseltechnologie der nächsten Jahre. Und der schlechte Ruf, den die Unternehmen zum Teil haben, hilft uns zurzeit, denn sie sind meist unterbewertet," sagte Andreas Strüngmann dem "manager magazin" (22. August). In den USA müssten sie nach eigenen Aussagen für vergleichbare Firmen ein Mehrfaches bezahlen.
Mit MediGene und 4SC sind die Strüngmann-Brüder derzeit an zehn Biotechnologie-Unternehmen beteiligt, die vor allem in der Krebsforschung tätig sind. Bei MediGene wurde Thomas Strüngmann im Juli in den Aufsichtsrat gewählt. "Wir kommen auf über 150 Millionen Euro, wenn wir die laufende Übernahme der Mehrheit an einer Biotech-Firma hinzurechnen," sagte Thomas Strüngmann dem Magazin. Mit ihrem Engagement wollen sich die beiden Brüder einen persönlichen Traum erfüllen: "Einen Wirkstoff gegen Krebs zu entwickeln, der nicht nur das Leben der Betroffenen verlängert, sondern den Tumor auch besiegt, wäre die absolute Krönung, die "cherry on the cake", sagten Andreas und Thomas Strüngmann.
Nennenswerte Beteiligungen an DAX-Unternehmen schlossen sie nicht aus, am liebsten seien ihnen aber solide Familiengesellschaften, denen sie als langfristige Partner helfen könnten, sich zu entwickeln. 2005 hatten sie mit dem Verkauf des Generikaherstellers Hexal an den Schweizer Pharmakonzern Novartis 2005 über 5,6 Milliarden eingenommen./ep/wiz