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Hoher Ölpreis: Ryanair-Chef prophezeit Pleitewelle bei Fluggesellschaften
Die hohen Preise für Rohöl und Kerosin setzen Fluggesellschaften stark unter Druck. Anbieter wie die Lufthansa haben kürzlich verkündet, die Treibstoffzuschläge für Flugreisen weiter zu erhöhen. Der Ryanair-Chef und größter Einzelaktionär der irischen Gesellschaft will trotz hoher Kosten auf solche Zuschläge verzichten: "Wir garantieren: Es gibt keine Treibstoffzuschläge. Mancher Wettbewerber wird noch pleitegehen."
'AIR BERLIN IST VERLOREN'
Nach seiner Ansicht steckt besonders Air Berlin in großer Not: "Air Berlin ist verloren. Das ist eine Airline mit hohen Kosten, die Geld verliert", sagte O'Leary. "In fünf Jahren sieht der deutsche Markt so aus: Lufthansa und Ryanair. Dann wird Air Berlin nicht mehr dabei sein."
Hohe Treibstoffpreise haben aber auch Ryanair zuletzt stark zugesetzt. Für das Geschäftsjahr 2008/09 (31. März) gab es im Februar eine Warnung, dass der Überschuss sogar um bis zu 50 Prozent auf 235 Millionen Euro einbrechen könnte.
RYANAIR WILL WEITER WACHSEN
Trotz eines zu erwartenden Wirtschaftsabschwungs wolle Ryanair weiter wachsen, kündigte O'Leary an. "Wir verdoppeln unsere Größe in den nächsten vier Jahren, indem wir die Flugpreise um wahrscheinlich 50 Prozent senken." Derzeit liege das Passagieraufkommen bei 40 Millionen. "In vier Jahren erwarten wir 80 Millionen." Die Flotte werde sich von 150 auf 300 Flugzeuge verdoppeln.
Ryanair werde durchaus die Gebühren erhöhen, die im Ermessen der Kunden lägen, sagte O'Leary. Für irrsinnig halte er, Gepäck einzuchecken. Deshalb habe Ryanair die Grenze für Handgepäckstücke von sieben auf zehn Kilo erhöht. Für das Aufgeben von Gepäck berechnet Ryanair Gebühren. Er sehe die Zukunft der Luftfahrt ohne Check-in-Schalter und Gepäckhallen, sagte der Ryanair-Chef.
Ryanair bleibe bei seiner Strategie der kurzen, günstigen Flüge. Transatlantikflüge werde es nicht geben. Ebenso werde Ryanair große Drehkreuz-Flughäfen wie Frankfurt und Heathrow nicht anfliegen./bb/DP/tw
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| 14.04.2008 | Air Berlin Downgrade | Morgan Stanley |
Aktien in diesem Artikel
| Air Berlin | 8,1 | +3,2% | |
| Ryanair | 17,8 | +0,7% |
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