11.06.2008 10:19
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Hugin-News: Carl Zeiss Meditec AG

Carl Zeiss Meditec: Forschungsprojekt zu innovativem Laserverfahren gestartet

Corporate news- Mitteilung verarbeitet und übermittelt durch Hugin. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich. ---------------------------------------------------------------------- --------------

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Weltweit einzigartiges Verfahren für die Lasertherapie an der
Netzhaut in Entwicklung
Jena, 11. Juni 2008 Die Carl Zeiss Meditec AG wird gemeinsam mit
führenden Wissenschaftseinrichtungen eine neuartige Technologie für
Laserbehandlungen an der Netzhaut entwickeln. "Gemeinsam mit unseren
Partnern arbeiten wir an einer optimierten Behandlungslösung. Sie
unterstützt Augenärzte, Patienten mit einer weitverbreiteten
Augenerkrankung wirksam und schmerzarm zu behandeln. Durch die
effiziente Behandlung können eventuelle Nebenwirkungen des Eingriffs
für die Patienten weiter verringert werden. Außerdem werden mit dem
neuen Verfahren voraussichtlich weniger Behandlungsschritte notwendig
sein, zusätzliche Kosten können mittelfristig dadurch eingespart
werden", so Ulrich Krauss, der Sprecher des Vorstands der Carl Zeiss
Meditec AG. Kooperationspartner des Medizintechnikunternehmens sind
das Medizinische Laserzentrum Lübeck als international renommiertes
Forschungs- und Entwicklungsinstitut, das Institut für
Biomedizinische Optik der Universität zu Lübeck und die Augenklinik
des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein in Kiel.
Den Startschuss für den Beginn der Forschungsarbeiten hat das
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gegeben. Das
Konzept hatte den "Innovationswettbewerb zur Förderung der
Medizintechnik" des BMBF gewonnen und wurde im Grundsatz bereits
experimentell erfolgreich getestet. Das Projekt hat eine Laufzeit von
3 Jahren und ist weltweit einzigartig.
Ziel der Forschungsarbeiten ist es, bei Netzhautbehandlungen für
jedes individuelle Auge und sogar für jede zu bestrahlende Stelle im
Auge eine exakte Dosierung der Laserbestrahlung zu realisieren, indem
sich der Laser automatisch auf die für die Behandlung erforderliche,
optimale Temperatur einregelt. Der neue Laser sorgt dafür, dass
lediglich mit der geringsten therapeutisch notwendigen Temperatur
behandelt wird und so Nebenwirkungen und Schmerzen weitgehend
vermieden werden. Eingesetzt wird die neue Technologie bei weit
verbreiteten Augenerkankungen wie diabetischer Retinopathie, die im
Zusammenhang mit einer Diabetes-Erkrankung auftritt.
Laserbestrahlungen der Netzhaut (Retina), so genannte
Photokoagulationen, sind die erfolgreichsten Laseranwendungen in der
Augenheilkunde und werden seit über drei Jahrzehnten bei retinalen
Erkrankungen eingesetzt. In Deutschland werden jährlich rund eine
Million Photokoagulationen der Netzhaut durchgeführt. Betroffen sind
in erster Linie Diabetiker, die an diabetischer Retinopathie leiden.
Die Erkrankung löst Blutungen im Auge aus. Wo das Blut austritt, hebt
sich die Netzhaut des Auges und es kommt zu Sehschädigungen,
unbehandelt führt dies zu Erblindung. Mit Laserlicht können die
undichten Blutgefäße wieder verschlossen werden. Dies gewährleistet
die Blutversorgung im Zentrum des Auges und damit das zentrale Sehen.
In vielen Fällen verschloss das Laserlicht aber nicht nur das defekte
Blutgefäß, sondern führte auch zu einer Temperaturerhöhung im
umliegenden Gewebe, das dabei möglicherweise geschädigt wurde. Dies
verursachte außerdem Schmerzen bei den betroffenen Patienten. Diese
Probleme werden mit dem neuen Lasertherapieverfahren nicht mehr
auftreten.
Carl Zeiss ist einer der Pioniere für Laseranwendungen in der
Augenheilkunde. In Zusammenarbeit mit dem Augenarzt Dr. Gerd
Meyer-Schwickerath von der Universitätsaugenklinik Hamburg wurde 1956
der erste ZEISS Lichtkoagulator entwickelt. Die Carl Zeiss Meditec
ist heute eines der führenden Unternehmen bei ophthalmologischen
Lasern.
Die diabetische Retinopathie gilt in Europa und Nordamerika als die
häufigste Erblindungsursache bei Menschen im erwerbsfähigen Alter.
Allein in Deutschland haben in den vergangenen Jahren fast 30.000
Menschen ihr Augenlicht durch diabetische Retinopathie verloren. Aber
auch Thrombosen im Auge und altersbedingte Makuladegeneration können
mit der neuen Methode behandelt werden.Kurzprofil
Die Carl Zeiss Meditec AG (ISIN: DE0005313704) ist eines der weltweit
führenden Medizintechnik-Unternehmen. Diese Marktposition gründet
sich auf über 160 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der optischen
Innovation.
Das Unternehmen hat zwei Hauptgeschäftsbereiche. In der
Augenheilkunde bietet die Carl Zeiss Meditec integrierte Lösungen für
die vier Hauptkrankheitsbilder Fehlsichtigkeit (Refraktion), Grauer
Star (Katarakt), Grüner Star (Glaukom) und Netzhauterkrankungen
(Retina-Erkrankungen). Die Systemlösungen des Unternehmens kommen
dabei während des gesamten Krankheitsverlaufs von der Diagnose über
die Behandlung bis hin zur Nachsorge zum Einsatz. Seit jeher setzt
die Carl Zeiss Meditec technologisches Know-how in
Produktinnovationen um. Von Basissystemen wie Spaltlampen oder
Funduskameras reichen diese bis zu Standard setzenden
Diagnose-Systemen wie dem Humphrey® Field Analyzer, dem Cirrus
HD-OCT(TM) oder dem IOLMaster®, den Operationsmikroskopen und den
innovativen Behandlungssystemen im Bereich der refraktiven
Laserchirurgie. Komplettiert wird das Produktportfolio in der
Augenchirurgie durch Intraokularlinsen und Verbrauchsmaterialien.
Im Bereich der Neuro- und HNO-Chirurgie ist die Carl Zeiss Meditec
der weltweit führende Anbieter von Operationsmikroskopen und
mikrochirurgischen Visualisierungslösungen für ein sehr breites
Anwendungsgebiet, etwa die Tumor- und Gefäßchirurgie im Bereich des
Kopfes oder die Wirbelsäulenchirurgie. Jüngstes Beispiel für die
innovative Leistungsfähigkeit auf dem Gebiet der Mikrochirurgie ist
das Visualisierungssystem OPMI Pentero®, das eine effiziente und
ergonomische Behandlung des Patienten ermöglicht. Die Carl Zeiss
Meditec will ihr Produktspektrum auf diesem Gebiet systematisch
erweitern und sich so zu einem Lösungsanbieter für Behandlungen in
der Neuro- und HNO-Chirurgie entwickeln.
Abgerundet wird das Medizintechnik-Portfolio der Carl Zeiss Meditec
durch Visualisierungssysteme für niedergelassene Ärzte und viel
versprechende Zukunftstechnologien wie die intraoperative
Strahlentherapie, mit der beispielsweise Brust- und
Hirnkrebserkrankungen bereits während der Operation gezielt behandelt
werden können.
Durch eine alternde Weltbevölkerung, neuartige Behandlungsmethoden
sowie steigende Erwartungen der Ärzte und Patienten wird in der
Medizintechnik ein nachhaltiges Marktwachstum erwartet. Die Carl
Zeiss Meditec ist für die künftigen Entwicklungen im
Gesundheitssektor optimal positioniert. Das Unternehmen konzentriert
sich dabei auf die drei Herausforderungen mit besonders großen
sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen: den Verlust der
Mobilität, der Sehkraft und der kognitiven Fähigkeiten. Ziel ist es,
Technologien und applikationsorientierte Lösungen anzubieten, die es
den Ärzten ermöglichen, die Lebensqualität ihrer Patienten und
gleichzeitig die Effizienz von Diagnose und Behandlung weiter zu
verbessern.
Die Carl Zeiss Meditec AG hat ihren Hauptsitz in Jena, Deutschland,
und Tochtergesellschaften in Deutschland (Carl Zeiss Surgical GmbH,
Carl Zeiss Meditec Vertriebsgesellschaft mbH, *Acri.Tec GmbH und Carl
Zeiss Medical Software GmbH), den USA (Carl Zeiss Meditec, Inc.,
Dublin), in Japan (Carl Zeiss Meditec Co., Ltd., Tokio), in Spanien
(Carl Zeiss Meditec Iberia S.A., Madrid) und in Frankreich (Carl
Zeiss Meditec S.A.S, La Rochelle und Carl Zeiss Meditec France SAS,
Le Pecq).
35 Prozent der Carl Zeiss Meditec-Anteile befinden sich im
Streubesitz. Die übrigen 65 Prozent werden von Carl Zeiss gehalten,
einer weltweit führenden internationalen Unternehmensgruppe der
optischen und optoelektronischen Industrie.
Ansprechpartner:
Public Relations
Kerstin Nössig / Public Relations
Göschwitzer Straße 51-52
07745 Jena
Telefon: +49 (0) 36 41 - 2 20 - 3 35
Telefax: +49 (0) 36 41 - 2 20 - 2 82
E-Mail: k.noessig@meditec.zeiss.com
Web: http://www.meditec.zeiss.de

--- Ende der Mitteilung ---Carl Zeiss Meditec AG
Göschwitzer Straße 51-52 Jena
DeutschlandWKN: 531370; ISIN: DE0005313704; Index: Prime All Share, TECH All
Share, TecDAX;
Notiert: Freiverkehr in Bayerische Börse München, Freiverkehr in
Börse Stuttgart,
Freiverkehr in Börse Berlin, Freiverkehr in Börse Düsseldorf,
Freiverkehr in Hanseatische Wertpapierbörse zu Hamburg, Freiverkehr
in Niedersächsische Börse zu Hannover,
Prime Standard in Frankfurter Wertpapierbörse, Geregelter Markt in
Frankfurter Wertpapierbörse;

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