FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Druckmaschinenhersteller Manroland ist fit für den Börsengang. "Wir warten nur noch auf das Startsignal der Großaktionäre", sagte Finanzvorstand Ingo Koch der "Börsen-Zeitung" (Mittwochausgabe). Die internen Vorbereitungen für den Börsengang seien abgeschlossen. Der Emissionsprospekt sei fertiggestellt und müsse nach dem Startsignal für das IPO (Initial Public Offering) lediglich aktualisiert werden. Die Finanzaufsicht BaFin nehme sich zwei Monate Zeit, um den Prospekt zu prüfen, sobald er eingereicht sei. "Wenn heute das Startsignal von den Aktionären käme, könnte bereits in vier Monaten die Erstnotiz erfolgen", sagte Koch.
Derzeit sei das Umfeld für ein IPO aber schwierig, räumte der Manager im Gespräch ein. Seitens der Anleger werde für Manroland großes Interesse signalisiert. Beobachter halten es indes für unwahrscheinlich, dass der Börsengang noch im laufenden Jahr über die Bühne geht. Die deutschen Konkurrenten wie Heidelberger Druckmaschinen oder auch Koenig & Bauer aus Würzburg werden in der Peer Group eine große Rolle spielen, die zur Ermittlung des Unternehmenswertes von Manroland von den Emissionsbanken herangezogen wird. Die gesamte Branche leide derzeit unter dem starken Euro, der die Margen im Exportgeschäft drückt, unter den hohen Rohstoffpreisen und unter der Kreditkrise. Manroland Großaktionär ist Allianz Capital Partners mit einem Anteil von 65 Prozent. Die restlichen 35 Prozent liegen bei MAN-Konzern ./ep/sc