Infineon Technologies 3 Aktie [WKN: 936207 / ISIN: US45662N1037]

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16.05.2008 09:45
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Infineon: Kein Kommentar zu Pressebericht über Rücktritt Ziebarts

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Halbleiterhersteller Infineon will sich zu einem Pressebericht über einen bevorstehenden vorzeitigen Rücktritt von Vorstandschef Wolfgang Ziebart nicht äußern. "Wir kommentieren das nicht", sagte ein Sprecher am Freitag auf Anfrage.

Die "Börsen-Zeitung" (Freitag) hatte ohne Angabe von Quellen berichtet, Ziebart werde das Unternehmen zum 1. Juni verlassen. Derzeit würden die Modalitäten des Rückzugs mit dem Aufsichtsrat verhandelt, der am 31. Mai tagen wird. Dann soll Ziebarts bis September 2009 laufender Vertrag nach weniger als vier Jahren vorzeitig beendet werden. Grund sei Vertrauensschwund seitens des Aufsichtsrat mit Max Dietrich Kley an der Spitze.

Die "Financial Times Deutschland" hatte in dieser Woche ebenfalls von einem Zerwürfnis zwischen Ziebart und Kley und dem bevorstehenden Rücktritt Ziebarts geschrieben. Dort hieß es, wenn der amtierende Vorstandschef weg sei, werde eine Fusion zwischen Infineon und einem anderen Chipkonzern wahrscheinlicher. Kley habe bereits Gespräche mit dem Besitzer des niederländischen Wettbewerbers NXP aufgenommen, dem Finanzinvestor KKR. Ziebart gilt laut der Zeitung als Kritiker des Vorhabens.

Die Kritik an Ziebart konzentriert sich auf die defizitäre Tochter Qimonda und den schleppenden Umbau weiterer Infineon-Sparten. Dem Bericht der "Börsen-Zeitung" zufolge sei Ziebart bereits zu Jahresbeginn die Zuständigkeit für Strategiefragen entzogen worden. Mit diesem Thema befasse sich Aufsichtsratsmitglied Johannes Feldmayer. Die Suche nach einem Nachfolger für Ziebart an der Spitze von Infineon sei bislang erfolglos. Der Zeitung zufolge habe Peter Bauer, zuständig für Automobil- und Industrieelektronik, gute Chancen, den Chefposten vorübergehend zu besetzen./sb/fn/wiz

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