DRESDEN (dpa-AFX) - Der Speicherchip-Hersteller Qimonda will in seinem Dresdner Werk 350 Stellen streichen. Die Belegschaft sei über die Pläne bereits informiert worden, sagte die Dresdner Qimonda- Sprecherin Anja Berger und bestätigte einen Bericht der "Dresdner Morgenpost" (Donnerstagausgabe). Insgesamt gibt es am Standort Dresden 3.400 Mitarbeiter, außerdem werden Leiharbeiter beschäftigt. Nach Informationen der in Dresden erscheinenden "Sächsischen Zeitung" (Donnerstag) sollen auch 250 Beschäftigte bei Leiharbeits- und Servicefirmen von Abbau betroffen sein.
Seit mehr als einem Jahr leidet die Infineon-Tochter unter Preisverfall bei seinen Kernprodukten und schreibt hohe Verluste. Das Unternehmen hatte kürzlich angekündigt, sich nach erneuten Verlusten von jedem zehnten Mitarbeiter zu trennen. Weltweit werden 13.500 Menschen beschäftigt. Wie genau der Stellenabbau ablaufen soll, werde derzeit mit dem Betriebsrat verhandelt, sagte Berger. Die Gespräche sollen schnellstmöglich abgeschlossen werden./gj/DP/he