09.07.2008 16:09
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Institute: Wirtschaft der Eurozone wird an Schwung verlieren

        MÜNCHEN/PARIS/ROM (dpa-AFX) - Führende europäische Forschungsinstitute rechnen im weiteren Verlauf des Jahres wegen der hohen Ölpreise und des starken Eurokurses mit einem schwächeren Wirtschaftswachstum in der Eurozone. Nach einem kräftigen Wachstum im Auftaktquartal werde die Wirtschaft im Euroraum im zweiten Quartal stagnieren und in den kommenden Quartalen langsamer wachsen, hieß es in einer am Mittwoch veröffentlichten Gemeinschaftsstudie des ifo Instituts in München, des INSEE in Paris und des ISAE in Rom. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde sich im dritten und vierten Quartal um jeweils 0,3 Prozent erhöhen.

    Trotz einer anhaltend günstigen Lage am Arbeitsmarkt und steigender Einkommen rechnen die Forscher laut Gemeinschaftsgutachten nicht mit einem Ende der Konsumflaute der Verbraucher. "Mit einer Erholung des Konsums ist in den kommenden Quartalen nicht zu rechnen", hieß es weiter. Zudem werde der Rückgang der Arbeitslosigkeit trotz der anhaltend günstigen Lage am Arbeitsmarkt an Schwung verlieren, prognostizieren die Forscher.

    Die positiven Effekte durch höhere Nominallöhne würden zudem durch die hohe Inflation zunichte gemacht. Bei der Preisentwicklung rechnen die Institute in den kommenden Monaten nicht mit einer Entspannung. Im Gegenteil: Im zweiten Quartal dürfte die Teuerungsrate auf 3,6 Prozent steigen und damit den höchsten Quartalswert seit Einführung des Euro Anfang 1999 erreichen. Auch die Ergebnisse der Umfragen zum Verbrauchervertrauen hätten zuletzt zunehmenden Pessimismus ausgestrahlt./jkr/bf

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