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Interview der Woche: Vulcan Resources Ltd. belebt finnische Bergbauprovinz neu!
Rohstoffe-Go - Stuttgart (www.rohstoffe-go.de) Sven Olsson spricht mit Alistair Cowden, Managing Director von Vulcan Resources Ltd. (WKN A0HHEF), das für ihr Kylylahti-Projekt in Finnland die Machbarkeitsstudie veröffentlicht hat.
SO: Alistair, welches sind die wichtigsten Erkenntnisse der Machbarkeitsstudie?
AC: Die Studie zeigt, dass wir ein sehr robustes Projekt haben. Die Rückzahlung erfolgt sehr schnell, möglicherweise schon in ca. 2 Jahren. Die Betriebsmargen sind hoch, der für das erste Jahr projizierte EBIT liegt bei rund 100 Mio. USD. Die so genannte Internal Rate of Return (IRR) liegt bei 29,5 Prozent. Wir haben also ein finanziell sehr attraktives Projekt, das jetzt auch technisch realisierbar ist.
SO: Die meisten unserer Leser sind mit dem Projekt nicht vertraut. Könnten Sie uns bitte einige Hintergrundinformationen geben: Wie viel Zeit und Geld wurde bereits in das Projekt investiert und welche Vorgeschichte hat das Projekt?
AC: Dieses Projekt im Osten Finnlands liegt in der Nähe der Stadt Outokumpu, in der das gleichnamige finnische Unternehmen vor fast 100 Jahren nach der ersten Entdeckung gegründet wurde. In diesem Gebiet wurde über ca. 80 Jahre ununterbrochen bis vor ungefähr 10 bis 15 Jahren Bergbau betrieben. Die Kylylahti-Lagerstätte ist die letzte nicht abgebaute Ressource in diesem Gebiet. Sie wurde zuerst in den 1980er-Jahren entdeckt, aber zu dieser Zeit waren die Metallpreise auf einem Tiefstand und man hatte damals auch noch nicht die gesamte Lagerstätte gefunden. Outokumpu setzte die Arbeiten fort und hatte tatsächlich schon den Abbau beschlossen. Dann traf das Management allerdings die strategische Entscheidung, sich grundsätzlich aus der Bergbauindustrie zurückzuziehen und verkaufte alle ihre Projekte. Wir haben die Lagerstätte vor etwas über 3 Jahren erworben. Seitdem haben wir ca. 16 bis 17 Kilometer an Kernbohrungen niedergebracht, die metallurgischen Testarbeiten vorangetrieben, technische Studien gemacht und die Ressourcenberechnung abgeschlossen. Wir haben seit der Akquisition so ungefähr 14 Mio. Euro ausgegeben. Es wurden bereits beachtliche Geldmittel und Zeit in das Projekt gesteckt. Der Art nach handelt es sich um eine polymetallische Lagerstätte mit Kupfer, Kobalt und Nickel mit Gehalten von durchschnittlich 5,5 Prozent Kupfer-Äquivalent. Der Abbau wird untertätig erfolgen und die Lebensdauer der Mine beträgt derzeit schon ungefähr 10 Jahre. Wir erwarten aber durch die fortlaufenden Bohrungen eine Verlängerung dieser Lebensdauer.
SO: Es fällt auf, dass die finnische Regierung ein Aktionär von Vulcan ist. Wie kommt das?
AC: Finnland ist ein phantastisches Land für Bergbauunternehmen. Unser Unternehmenssitz ist in Outokumpu und dort gibt es die Firma Outotec, die weltweit einer der führenden Hersteller von Bergbaugeräten ist. Sie ist nur 15 Kilometer von uns entfernt. Die für Risikokapital zuständige finnische Behörde, Finish Industry Investment, ist ein Aktionär. In Finnland zahlen wir keine Förderabgaben (Royalties). Es gibt nicht viele Länder, wo wir das sehen. Erst vor kurzem hat Sambia eine Förderabgabe für den Kupferbergbau eingeführt. Ferner bietet eine finnische Regierungsbehörde, Finnvera, ihre Hilfe bei der Finanzierung inländischer Projekte an. Sollten wir erfolgreich sein, könnte uns diese Behörde mit Bürgschaften für Darlehen helfen. In diesem Umfeld der schrumpfenden Kreditmöglichkeiten, zeigt dies die Sonderstellung von Vulcan und Finnland. Wir besitzen den Vorteil, dass erstklassige Regierungsbürgschaften hinter mindestens einem unserer Darlehen stehen. Dies würde die Finanzierung für unser Unternehmen vereinfachen und verbilligen.
SO: Die nächsten Schritte würden jetzt die Finanzierung und parallel dazu möglicherweise die Inbetriebnahme der Mine sein. Dabei sollte man erwähnen, dass Vulcan gegenwärtig einen erheblichen Barbestand von über 40 Mio. AUD besitzt.
AC: Das ist richtig. Ich werde aber zuerst etwas über den Betriebsplan sagen. Unser Barbestand erlaubt es uns, sofort mit den Arbeiten zu beginnen und wir werden nicht durch die Wartezeit auf eine Finanzierung oder auf eine Umweltgenehmigung behindert. Alle für das Projekt notwendigen Genehmigungen liegen im Wesentlichen vor. Wir haben jetzt die Entscheidung getroffen, das Projekt weiter zu entwickeln und geben das bekannt. Heute haben die einleitenden technischen Arbeiten begonnen, die zur Bestellung der Geräte mit langen Lieferzeiten führen. Dies erlaubt uns, die Planungsarbeiten von den australischen Ingenieuren an die finnischen Ingenieure zu übergeben. Wir hoffen auch, dass die Pläne und alle Entwürfe für den ersten Spatenstich hoffentlich noch vor den Sommerferien in Finnland im Juli vorliegen. Dann könnten wir wie in einem kleinen Steinbruch das Stollenmundloch freilegen und anschließend die Zufahrtsrampe auffahren. Ich hoffe, dass wir dann Ende des dritten Quartals oder Anfang des vierten Quartals mit dem Auffahren der Stollen in Richtung Erzkörper beginnen können. Die starke Finanzlage des Unternehmens erlaubt uns, das recht schnell in Gang zu setzen.
Jetzt zur Antwort auf ihre zweite Frage über die Finanzierung. Es wäre töricht, in dem gegenwärtigen Klima die Aufgabe der Kapitalbeschaffung auf die leichte Schulter zu nehmen. Wir haben uns jedoch sowohl mit dem Eigenkapitalmarkt als auch mit dem Markt für Fremdkapital, den Anbietern von Schuldverschreibungen und einigen Anbietern von Mezzanine-Kapital, den Hauptabnehmern für die Konzentrate befasst, wobei ein Kandidat, die Norddeutsche Affinerie in Hamburg ist. Wir stehen also mit allen diesen Leuten in Verbindung. Die gute Nachricht ist, dass laut unserem Modell die robuste Finanzlage unter Anwendung konservativer Bankparameter eine ziemlich hohe Fremdfinanzierung ermöglichen wird. Eine reine Projektfinanzierung ist immer die günstigste Variante. Diese flexibelste Verschuldungsart für ein Bergbauunternehmen benötigt die längste Zeit und setzt eine Absicherung durch Hedging voraus. Wir werden alle diese Möglichkeiten in Betracht ziehen und wir werden sehr wahrscheinlich einer Kombination aus verschiedenen Instrumenten den Vorzug geben. Wir werden uns an unsere guten Freunde in Norwegen, Pareto Securities, wenden, die uns bei der letzten großen Kapitalbeschaffung halfen und wir hoffen, dass es ersichtlich wird, wie die Finanzierung im Laufe des Jahres, wahrscheinlich um das dritte Quartal herum, zu stande kommen wird. Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Financier in London und es liegen ihnen drei Projekte vor. Eines im Kongo, eines in Kasachstan und eines in Finnland. Wenn alle Parameter gleich sind - welches Projekt werden Sie in diesem angespannten Kreditklima finanzieren? Sie werden sich für ein Industrieland in der Eurozone entscheiden, dass eine lange Bergbautradition besitzt und in dem Korruption beinahe unbekannt ist.
SO: Wenden wir uns einem anderen interessanten Aktionär des Unternehmens zu. Die norwegische Maklerfirma Pareto ist eindeutig ihr größter Aktionär. Pareto hat bei der letzten Finanzierungsrunde über 30 Mio. AUD investiert. Die Finanzierung erfolgte in Form einer Bezugsrechtsemission. Pareto zahlte 0,45 AUD pro Aktie. Der aktuelle Aktienpreis bewegte sich nach der Meldung der erfolgreichen Studie kurzzeitig der auf 0,30 AUD und fiel wieder auf 0,24 AUD. Das entspricht gerade einmal 53 Millionen AUD Börsenwert. Abzüglich Cash wird Vulcan also gerade einmal mit 13 Mio. AUD Prämie gehandelt. Wie kommt das?
AC: Ja, das ist eindeutig frustrierend. Ich nehme an, wenn man sich eine Zeit lang mit den Märkten beschäftigt, dann kennt man die Gründe, warum wir alle Aktien kaufen und verkaufen. Wenn wir glauben würden, dass der Markt immer Recht hat, dann gäbe es keinen Grund, etwas zu kaufen, da es ja schon immer einen fairen Preis hätte. Der Markt hat zwar manchmal nicht Recht, aber letzten Endes hat er dann doch Recht. Darin liegt die Chance. Vulcan besitzt starke Grundlagen. Wir haben hoch qualifizierte Mitarbeiter, ein hochwertiges Projekt, wir sind gut finanziert und wir sind im richtigen Land. Es wird sich zum Guten wenden. Der Markt kann sich Zeit lassen. Ich denke, was heute geschehen ist, ist folgendes. Viele Investoren haben Verluste erlitten. Heute (am Tag der Veröffentlichung der Studie) wurden beinahe 1,5 Mio. Aktien der Vulcan gehandelt und wenn die Liquidität von einer Meldung wie dieser kommt, benutzen das die Investoren als Ausstiegsmöglichkeit. Aber interessanterweise haben die Hauptaktionäre in den vergangenen Monaten nichts verkauft. Sie waren felsenfest und einige von ihnen haben sogar die niedrigen Kurse zu einem weiteren Aktienkauf genutzt. Vulcan ergeht es derzeit nicht anders als vielen anderen. Die meisten Unternehmen leiden. Wir bemühen uns in Australien, Norwegen und London und hoffentlich auch auf dem europäischen Festland unsere Geschichte zu erzählen und den Leuten den heutigen Wert des Unternehmens verständlich zu machen. Wir haben ein Unternehmen mit einem Projekt, das einen Kapitalwert von fast 180 Mio. USD vor Steuer besitzt. Wir verfügen über Bareinlagen von 40 Mio. AUD und dennoch liegt der Marktwert des Unternehmens bei nur 53 Mio. AUD. Falls wir bei dieser Finanzierung und der Projektausführung spürbare Fortschritte erzielen, wird sich der Wert erhöhen. Um das zu untermauern, ist es meiner Meinung nach wichtig, dass die Leute die Qualität des Board of Directors des Unternehmens erkennen. Barry Eldridge, unser Chairman, ist im Board der Cleveland-Cliff, USA, der viertgrößten Eisenerzgesellschaft der Welt. Heikki Solin leitete für Outokumpu weltweit die Unternehmensentwicklung von London über 15 Jahre. Auch er ist in unserem Board. Wir haben in unserem Board zwei sehr herausragende und erfahrene australische Geschäftsleute, die im Aufsichtsrat von 40 australischen Spitzenunternehmen sind. Sie besitzen die Erfahrung, uns durch eine der herausforderndsten Phasen für unser Unternehmen zu führen, die bei Erfolg eine der lohnendsten sein kann.
SO: Danke, dass wir heute mit ihnen sprechen konnten. Wir werden zweifellos Vulcan weiter verfolgen und hoffentlich werden mehr deutsche Aktionäre diese europäische Geschichte wahrnehmen. Die Pressemitteilung zur Durchführbarkeitsstudie finden Sie auf www.vulcanresources.com.au und auf www.goldinvest.de.
Sven Olsson - Rohstoffe-Go.de
SO: Alistair, welches sind die wichtigsten Erkenntnisse der Machbarkeitsstudie?
AC: Die Studie zeigt, dass wir ein sehr robustes Projekt haben. Die Rückzahlung erfolgt sehr schnell, möglicherweise schon in ca. 2 Jahren. Die Betriebsmargen sind hoch, der für das erste Jahr projizierte EBIT liegt bei rund 100 Mio. USD. Die so genannte Internal Rate of Return (IRR) liegt bei 29,5 Prozent. Wir haben also ein finanziell sehr attraktives Projekt, das jetzt auch technisch realisierbar ist.
SO: Die meisten unserer Leser sind mit dem Projekt nicht vertraut. Könnten Sie uns bitte einige Hintergrundinformationen geben: Wie viel Zeit und Geld wurde bereits in das Projekt investiert und welche Vorgeschichte hat das Projekt?
AC: Dieses Projekt im Osten Finnlands liegt in der Nähe der Stadt Outokumpu, in der das gleichnamige finnische Unternehmen vor fast 100 Jahren nach der ersten Entdeckung gegründet wurde. In diesem Gebiet wurde über ca. 80 Jahre ununterbrochen bis vor ungefähr 10 bis 15 Jahren Bergbau betrieben. Die Kylylahti-Lagerstätte ist die letzte nicht abgebaute Ressource in diesem Gebiet. Sie wurde zuerst in den 1980er-Jahren entdeckt, aber zu dieser Zeit waren die Metallpreise auf einem Tiefstand und man hatte damals auch noch nicht die gesamte Lagerstätte gefunden. Outokumpu setzte die Arbeiten fort und hatte tatsächlich schon den Abbau beschlossen. Dann traf das Management allerdings die strategische Entscheidung, sich grundsätzlich aus der Bergbauindustrie zurückzuziehen und verkaufte alle ihre Projekte. Wir haben die Lagerstätte vor etwas über 3 Jahren erworben. Seitdem haben wir ca. 16 bis 17 Kilometer an Kernbohrungen niedergebracht, die metallurgischen Testarbeiten vorangetrieben, technische Studien gemacht und die Ressourcenberechnung abgeschlossen. Wir haben seit der Akquisition so ungefähr 14 Mio. Euro ausgegeben. Es wurden bereits beachtliche Geldmittel und Zeit in das Projekt gesteckt. Der Art nach handelt es sich um eine polymetallische Lagerstätte mit Kupfer, Kobalt und Nickel mit Gehalten von durchschnittlich 5,5 Prozent Kupfer-Äquivalent. Der Abbau wird untertätig erfolgen und die Lebensdauer der Mine beträgt derzeit schon ungefähr 10 Jahre. Wir erwarten aber durch die fortlaufenden Bohrungen eine Verlängerung dieser Lebensdauer.
SO: Es fällt auf, dass die finnische Regierung ein Aktionär von Vulcan ist. Wie kommt das?
AC: Finnland ist ein phantastisches Land für Bergbauunternehmen. Unser Unternehmenssitz ist in Outokumpu und dort gibt es die Firma Outotec, die weltweit einer der führenden Hersteller von Bergbaugeräten ist. Sie ist nur 15 Kilometer von uns entfernt. Die für Risikokapital zuständige finnische Behörde, Finish Industry Investment, ist ein Aktionär. In Finnland zahlen wir keine Förderabgaben (Royalties). Es gibt nicht viele Länder, wo wir das sehen. Erst vor kurzem hat Sambia eine Förderabgabe für den Kupferbergbau eingeführt. Ferner bietet eine finnische Regierungsbehörde, Finnvera, ihre Hilfe bei der Finanzierung inländischer Projekte an. Sollten wir erfolgreich sein, könnte uns diese Behörde mit Bürgschaften für Darlehen helfen. In diesem Umfeld der schrumpfenden Kreditmöglichkeiten, zeigt dies die Sonderstellung von Vulcan und Finnland. Wir besitzen den Vorteil, dass erstklassige Regierungsbürgschaften hinter mindestens einem unserer Darlehen stehen. Dies würde die Finanzierung für unser Unternehmen vereinfachen und verbilligen.
SO: Die nächsten Schritte würden jetzt die Finanzierung und parallel dazu möglicherweise die Inbetriebnahme der Mine sein. Dabei sollte man erwähnen, dass Vulcan gegenwärtig einen erheblichen Barbestand von über 40 Mio. AUD besitzt.
AC: Das ist richtig. Ich werde aber zuerst etwas über den Betriebsplan sagen. Unser Barbestand erlaubt es uns, sofort mit den Arbeiten zu beginnen und wir werden nicht durch die Wartezeit auf eine Finanzierung oder auf eine Umweltgenehmigung behindert. Alle für das Projekt notwendigen Genehmigungen liegen im Wesentlichen vor. Wir haben jetzt die Entscheidung getroffen, das Projekt weiter zu entwickeln und geben das bekannt. Heute haben die einleitenden technischen Arbeiten begonnen, die zur Bestellung der Geräte mit langen Lieferzeiten führen. Dies erlaubt uns, die Planungsarbeiten von den australischen Ingenieuren an die finnischen Ingenieure zu übergeben. Wir hoffen auch, dass die Pläne und alle Entwürfe für den ersten Spatenstich hoffentlich noch vor den Sommerferien in Finnland im Juli vorliegen. Dann könnten wir wie in einem kleinen Steinbruch das Stollenmundloch freilegen und anschließend die Zufahrtsrampe auffahren. Ich hoffe, dass wir dann Ende des dritten Quartals oder Anfang des vierten Quartals mit dem Auffahren der Stollen in Richtung Erzkörper beginnen können. Die starke Finanzlage des Unternehmens erlaubt uns, das recht schnell in Gang zu setzen.
Jetzt zur Antwort auf ihre zweite Frage über die Finanzierung. Es wäre töricht, in dem gegenwärtigen Klima die Aufgabe der Kapitalbeschaffung auf die leichte Schulter zu nehmen. Wir haben uns jedoch sowohl mit dem Eigenkapitalmarkt als auch mit dem Markt für Fremdkapital, den Anbietern von Schuldverschreibungen und einigen Anbietern von Mezzanine-Kapital, den Hauptabnehmern für die Konzentrate befasst, wobei ein Kandidat, die Norddeutsche Affinerie in Hamburg ist. Wir stehen also mit allen diesen Leuten in Verbindung. Die gute Nachricht ist, dass laut unserem Modell die robuste Finanzlage unter Anwendung konservativer Bankparameter eine ziemlich hohe Fremdfinanzierung ermöglichen wird. Eine reine Projektfinanzierung ist immer die günstigste Variante. Diese flexibelste Verschuldungsart für ein Bergbauunternehmen benötigt die längste Zeit und setzt eine Absicherung durch Hedging voraus. Wir werden alle diese Möglichkeiten in Betracht ziehen und wir werden sehr wahrscheinlich einer Kombination aus verschiedenen Instrumenten den Vorzug geben. Wir werden uns an unsere guten Freunde in Norwegen, Pareto Securities, wenden, die uns bei der letzten großen Kapitalbeschaffung halfen und wir hoffen, dass es ersichtlich wird, wie die Finanzierung im Laufe des Jahres, wahrscheinlich um das dritte Quartal herum, zu stande kommen wird. Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Financier in London und es liegen ihnen drei Projekte vor. Eines im Kongo, eines in Kasachstan und eines in Finnland. Wenn alle Parameter gleich sind - welches Projekt werden Sie in diesem angespannten Kreditklima finanzieren? Sie werden sich für ein Industrieland in der Eurozone entscheiden, dass eine lange Bergbautradition besitzt und in dem Korruption beinahe unbekannt ist.
SO: Wenden wir uns einem anderen interessanten Aktionär des Unternehmens zu. Die norwegische Maklerfirma Pareto ist eindeutig ihr größter Aktionär. Pareto hat bei der letzten Finanzierungsrunde über 30 Mio. AUD investiert. Die Finanzierung erfolgte in Form einer Bezugsrechtsemission. Pareto zahlte 0,45 AUD pro Aktie. Der aktuelle Aktienpreis bewegte sich nach der Meldung der erfolgreichen Studie kurzzeitig der auf 0,30 AUD und fiel wieder auf 0,24 AUD. Das entspricht gerade einmal 53 Millionen AUD Börsenwert. Abzüglich Cash wird Vulcan also gerade einmal mit 13 Mio. AUD Prämie gehandelt. Wie kommt das?
AC: Ja, das ist eindeutig frustrierend. Ich nehme an, wenn man sich eine Zeit lang mit den Märkten beschäftigt, dann kennt man die Gründe, warum wir alle Aktien kaufen und verkaufen. Wenn wir glauben würden, dass der Markt immer Recht hat, dann gäbe es keinen Grund, etwas zu kaufen, da es ja schon immer einen fairen Preis hätte. Der Markt hat zwar manchmal nicht Recht, aber letzten Endes hat er dann doch Recht. Darin liegt die Chance. Vulcan besitzt starke Grundlagen. Wir haben hoch qualifizierte Mitarbeiter, ein hochwertiges Projekt, wir sind gut finanziert und wir sind im richtigen Land. Es wird sich zum Guten wenden. Der Markt kann sich Zeit lassen. Ich denke, was heute geschehen ist, ist folgendes. Viele Investoren haben Verluste erlitten. Heute (am Tag der Veröffentlichung der Studie) wurden beinahe 1,5 Mio. Aktien der Vulcan gehandelt und wenn die Liquidität von einer Meldung wie dieser kommt, benutzen das die Investoren als Ausstiegsmöglichkeit. Aber interessanterweise haben die Hauptaktionäre in den vergangenen Monaten nichts verkauft. Sie waren felsenfest und einige von ihnen haben sogar die niedrigen Kurse zu einem weiteren Aktienkauf genutzt. Vulcan ergeht es derzeit nicht anders als vielen anderen. Die meisten Unternehmen leiden. Wir bemühen uns in Australien, Norwegen und London und hoffentlich auch auf dem europäischen Festland unsere Geschichte zu erzählen und den Leuten den heutigen Wert des Unternehmens verständlich zu machen. Wir haben ein Unternehmen mit einem Projekt, das einen Kapitalwert von fast 180 Mio. USD vor Steuer besitzt. Wir verfügen über Bareinlagen von 40 Mio. AUD und dennoch liegt der Marktwert des Unternehmens bei nur 53 Mio. AUD. Falls wir bei dieser Finanzierung und der Projektausführung spürbare Fortschritte erzielen, wird sich der Wert erhöhen. Um das zu untermauern, ist es meiner Meinung nach wichtig, dass die Leute die Qualität des Board of Directors des Unternehmens erkennen. Barry Eldridge, unser Chairman, ist im Board der Cleveland-Cliff, USA, der viertgrößten Eisenerzgesellschaft der Welt. Heikki Solin leitete für Outokumpu weltweit die Unternehmensentwicklung von London über 15 Jahre. Auch er ist in unserem Board. Wir haben in unserem Board zwei sehr herausragende und erfahrene australische Geschäftsleute, die im Aufsichtsrat von 40 australischen Spitzenunternehmen sind. Sie besitzen die Erfahrung, uns durch eine der herausforderndsten Phasen für unser Unternehmen zu führen, die bei Erfolg eine der lohnendsten sein kann.
SO: Danke, dass wir heute mit ihnen sprechen konnten. Wir werden zweifellos Vulcan weiter verfolgen und hoffentlich werden mehr deutsche Aktionäre diese europäische Geschichte wahrnehmen. Die Pressemitteilung zur Durchführbarkeitsstudie finden Sie auf www.vulcanresources.com.au und auf www.goldinvest.de.
Sven Olsson - Rohstoffe-Go.de
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