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Italienischer Vizeregierungschef: Alitalia soll in italienischer Hand bleiben
Die Regierung in Rom sucht seit Monaten einen Käufer für einen Großteil ihrer 49,9-Prozent-Beteiligung an der defizitären Alitalia. Auch AirOne und ihr Finanzpartner Intesa Sanpaolo hatten Interesse geäußert, sich später aber zurückgezogen. Ebenfalls abgewunken haben nach und nach der US-Finanzinvestor TPG, der Vermögensverwalter Matlin Patterson und das Geldhaus Mediobanca . Auch der russischen Airline Aeroflot und der Großbank UniCredit war die Lust an Alitalia vergangen.
AIR FRANCE IST INTERESSIERT
Dagegen hat die französisch-niederländische Fluggesellschaft Air France-KLM erst vor wenigen Tagen Interesse an Alitalia angemeldet. Allerdings schaut sich das Unternehmen parallel auch die spanische Iberia an. Air France-KLM prüfe, welche Möglichkeiten es bezüglich eines Kaufs der beiden Gesellschaften gebe, sagte Vorstandschef Jean-Cyril Spinetta der britischen Zeitung "Financial Times". Über Alitalia sagte Spinetta, die Italiener stünden vor "sehr großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Eine Entscheidung muss schnell getroffen werden".
Eine Übernahme durch Air France-KLM würde allerdings den Plänen von Vizeregierungschef Rutelli zuwider laufen. Er sagte, Italien solle dem Beispiel von Frankreich und Deutschland folgen, wo die nationale Fluglinie sich regionale Gesellschaften einverleibt habe. Probleme durch Wettbewerbsbehörden fürchtet er nicht, sei es in den beschriebenen Fällen doch auch zu keinen Konflikten gekommen. Die Privatisierung der Airline soll nach den Vorstellungen der Regierung bis Jahresende abgeschlossen werden./FX/das/sf/mf/
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