Juncker und Trichet wollen mit Peking über Wechselkurse sprechen
STRAßBURG (AFP)--Der Vorsitzende der Euroraum-Finanzminister (Eurogruppe), Jean-Claude Juncker, und der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, wollen noch in diesem Jahr mit der chinesischen Regierung Gespräche über den Wechselkurs des Yuan führen. Dazu würden sie in der zweiten Jahreshälfte nach Peking fahren, kündigte Juncker am Mittwoch vor dem Europaparlament in Straßburg an.
Hintergrund ist der in den Augen der EU unterbewertete Yuan, der den chinesischen Exporteuren Vorteile verschafft. Die EU will außerdem erreichen, dass der Yuan-Kurs gegenüber dem Dollar aufgewertet wird, damit der Euro nicht als einzige große Währung die Last des niedrigen Dollar-Kurses tragen muss.
Trichet äußerte sich vor dem Plenum des Europaparlament besorgt über das "anhaltende Inflationsrisiko", das er auf die steigenden Öl- und Nahrungsmittelpreise zurückführte. Ein weiterer Anstieg der Nahrungsmittelpreise sei zu erwarten. "Darauf müssen wir uns einstellen". Die EZB werde die "Entwicklung genau beobachten".
DJG/hab (END) Dow Jones NewswiresJuly 09, 2008 05:48 ET (09:48 GMT)
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