15.05.2008 14:42
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KORREKTUR/ROUNDUP: HOCHTIEF mit Gewinnsprung im Auftaktquartal

        (Korrektur: Ergänzt wurde im dritten Absatz "Millionen". Es muss heißen: Der Vorsteuergewinn (EBT) sei im ersten Jahresviertel um 56,8 Prozent auf 103,3 Millionen rpt Millionen Euro gestiegen.)

    ESSEN (dpa-AFX) - Der deutsche Bau- und Dienstleistungskonzern HOCHTIEF ist dank florierender Geschäfte im Ausland mit einem kräftigen Gewinnsprung in das neue Geschäftsjahr 2008 gestartet. Zudem konnte HOCHTIEF die Verluste im europäischen Baugeschäft, die aus dem deutschen Hochbau stammten, deutlich reduzieren. Auch beim Auftragseingang, Leistung und Umsatz verzeichneten die Essener von Januar bis März hohe Zuwächse. Den Ausblick für das Gesamtjahr bekräftigte HOCHTIEF.

    Mit den Zahlen übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten. Die Aktie sprang nach gut einer Handelsstunde um 4,73 Prozent auf 72,86 Euro an die MDAX-Spitze . Das Börsenbarometer legte gleichzeitig um 0,13 Prozent auf 9.828,48 Punkte zu. Der Konzern habe im ersten Quartal auf der Gewinnseite die Erwartungen übertroffen, sagte ein Börsianer. Sowohl das Vorsteuerergebnis als auch der Gewinn nach Steuern seien besser als erwartet. Beeindruckend sei zudem das Wachstum beim Auftragseingang. Auch Commerzbank-Analyst Norbert Kretlow sah das Auftaktquartal über den Erwartungen.          Der Vorsteuergewinn (EBT) sei im ersten Jahresviertel um 56,8 Prozent auf 103,3 Millionen Euro gestiegen, teilte die im MDAX notierte Gesellschaft am Donnerstag in Essen mit. Den Konzerngewinn nach Anteilen Dritter konnten die Essener mit 32,1 (Vorjahr: 9,6) Millionen Euro mehr als verdreifachen. Zu dem überproportionalen Zuwachs beim Überschuss hätten vor allem Konzerntöchter beigetragen, an denen fremde Gesellschafter nicht oder nur in geringem Umfang beteiligt seien. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem EBT in Höhe von 91,8 Millionen Euro und einem Nettogewinn von 21,2 Millionen gerechnet.

VOLLE AUFTRAGSBÜCHER

    Dank des anhaltenden Baubooms in Asien und Australien sind die Auftragsbücher bei HOCHTIEF gut gefüllt. Die Auftragseingänge kletterten im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel auf 5,266 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand betrug 29,146 (Vorjahr: 24,829) Milliarden Euro. Damit ist das Unternehmen für die nächsten eineinhalb Jahre ausgelastet. Der Umsatz stieg auf 3,801 (Vorjahr: 3,685) Milliarden Euro.

    Zum Ergebniszuwachs trugen fast alle Bereiche bei. Größter Ergebnisbringer vor Steuern war wie bereits in den vergangenen Quartalen Leighton, dank des boomenden Rohstoffgeschäfts sowie der starken Nachfrage in Asien und Australien. Die australische Tochter erhöhte ihren Vorsteuergewinn im ersten Quartal um 67,5 Prozent auf 83,0 Millionen Euro. Die Verluste im europäischen Geschäft konnte HOCHTIEF vor Steuern auf 9,4 Millionen Euro eindämmen. Im vergangenen Jahr hatten die Essener für Januar bis März 2007 noch einen Vorsteuerverlust in Höhe von 25,2 Millionen Euro und für das Gesamtjahr von rund 149 Millionen Euro ausgewiesen.

    Im Geschäftsbereich Amerika wies die Gesellschaft 16,2 (Vorjahr: 13,0) Millionen Euro aus. Ergebniszuwächse verzeichnete HOCHTIEF auch in den seit Anfang 2008 neu gegründeten Unternehmensbereichen. Im Konzessionsgeschäft - Flughafen und PPP-Projekte - hat sich der Vorsteuergewinn mit 27,5 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Bei den Immobilien stieg das EBT um gut ein Fünftel auf 3,5 Millionen Euro und im Dienstleistungsbereich um 6,3 Prozent auf 3,4 Millionen Euro.

AUSBLICK

    Für das Gesamtjahr geht HOCHTIEF beim Auftragseingang und -bestand wegen des starken Euro von einem Wert unter dem Vorjahr aus. Der Vorsteuergewinn soll auf dem Niveau von 2007 verharren. Der Konzernumsatz soll jedoch über dem Rekord von 2007 liegen. 2007 hatte HOCHTIEF einen Auftragseingang in Höhe von 23,51 Milliarden Euro und einen Auftragsbestand von 29,89 Milliarden Euro ausgewiesen. Die Umsatzerlöse betrugen 16,45 Milliarden Euro. Vor Steuern verdiente HOCHTIEF 501,3 Millionen Euro. HOCHTIEF erbringt 87 Prozent seiner Leistung im Ausland. Ende März beschäftigte das Unternehmen knapp 58.000 Mitarbeiter./ne/fn/tw

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