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Käufer von Clear Channel weisen Bankenvorschlag zurück - WSJ
Zu dem Schiedsverfahren hatte sich die Bankengruppe schriftlich bereit erklärt, berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ). Die Banken hatten den Käufern im vergangenen Jahr die Finanzierung der 19,4 Mrd USD teuren Transaktion zugesagt, kommt ihren Verpflichtungen aber bisher nicht nach. Zu der Gruppe von sechs Banken gehört auch die Deutsche Bank.
Sollte eine Finanzierung wie vereinbart zustande kommen, dürfte das die Banken teuer zu stehen kommen, weil sie ihre Kredite angesichts der Finanzmarktkrise nur mit erheblichen Abschlägen weiterplatzieren können.
In einem Schreiben an die Käufer - die beiden Private-Equity-Firmen Thomas H. Lee und Bain Capital Partners - erklärten die Banken am Dienstag nun ihre Bereitschaft, sich dem Urteil eines unabhängigen Schlichters zu beugen und äußern die Hoffnung, die Angelegenheit binnen sechs Wochen zu beenden. "Die Banken sind nach wie vor Willens, die Clear-Channel-Übernahme zu finanzieren", heißt es laut Zeitungsbericht in dem Schreiben.
Thomas H. Lee und Bain Capital Partners lehnten das Angabeot der Banken jedoch rundheraus ab. Es handele sich um einen neuen "unredlichen" Versuch der Banken, ihren Verpflichtungen nachzukommen, sagte ein Sprecher beider Gesellschaften. Es sei der Versuch, das Verfahren aus dem Rampenlicht eines Prozesses in die Hinterzimmer zu verlegen.
Im September vergangenen Jahres hatten die Clear-Channel-Aktionäre nach monatelangem Werben der fremdfinanzierten Übernahme zugestimmt. Eigentlich sollte sie bis zum Jahresende abgeschlossen werden, doch bislang ist keine Finanzierung zustande gekommen. Käufer und Clear Channel haben die sechs Banken mittlerweile vor Gerichten in Texas und New York verklagt, um die vereinbarte Finanzierung durchzusetzen.
Für die Banken könnte der Fall Clear Channel teuer werden. Wollten sie die Kredittranchen weiterverkaufen, müssten sie bei der aktuellen Marktverfassung Abschläge von rund 15% hinnehmen. Angesichts der Gesamtsumme käme dies auf einen Gesamtverlust von etwa 3 Mrd USD heraus. Betroffen davon wären neben der Deutschen Bank, die US-Institute Citigroup, Morgan Stanley und Wachovia. Ferner sind Credit Suisse Group und Royal Bank of Scotland Group mit von der Partie.
Für die Einwilligung zu einem Schiedsverfahren verlangen die Banken, dass Clear Channel und seine neuen Besitzer die Gerichtsverfahren in Texas und New York aussetzen. Insgesamt haben sich die Banken verpflichtet, 22 Mrd USD für die Übernahme bereitzustellen, 18 Mrd USD davon als vorrangige besicherte Kredite. Der Medienkonzern Clear Channel verfügt über 1.200 Radio- und 30 Fernsehstationen in den USA.
Nach Darstellung des "Wall Street Journal" hat die Deutsche Bank Investoren für 12 Mrd USD sogenannte "leveraged loans" gewährt, also Kredite für fremdfinanzierte Unternehmenszukäufe. Im jüngsten Quartal rechnet die Bank mit Abschreibungen von 3,95 Mrd USD auf verschiedene Formen von Verbindlichkeiten, darunter auch "leveraged loans".
Webseite: http://www.wsj.com/ DJG/DJN/rio/kla (END) Dow Jones NewswiresApril 22, 2008 14:29 ET (18:29 GMT)
Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 02 29 PM EDT 04-22-08
| 15.02.2008 | Clear Channel outperform | RBC Capital Markets | |
| 21.05.2007 | Clear Channel peer perform | Bear Stearns | |
| 31.01.2007 | Clear Channel outperform | RBC Capital Markets | |
| 30.01.2007 | Clear Channel neutral | Banc of America Sec. | |
| 24.01.2007 | Update Clear Channel Communications Inc.: Hold | Stifel Nicolaus & Co. |
Aktien in diesem Artikel
| Clear Channel Communications | 22,4 | +0,3% | |
| Deutsche Bank | 76,1 | -0,4% | |
| Royal Bank of Scotland Group | 3,4 | -6,6% | |
| Deutsche REIT | 7,1 | -1,4% | |
| Credit Suisse Group (CS Group) (N) | 34,6 | -1,6% | |
| Morgan Stanley | 30,1 | -1,1% | |
| Citigroup | 14,9 | -1,5% |
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