12.06.2008 08:03
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Kerimow dementiert Bericht über Verkauf russischer Aktien - WSJ

   MOSKAU (Dow Jones)--Das Investmentvehikel des russischen Milliardärs Suleiman Kerimow hat einem Bericht des "Wall Street Journal" (WSJ - Donnerstagausgabe) zufolge dementiert, große Teile seiner Anteile an Gazprom und der Sberbank Rossia verkauft zu haben. Gleichzeitig bezeichnete eine der Investmentgruppe nahestehende Person das Interesse an europäischen Finanzaktien als "reines Portfolio-Investment".

   Am Mittwoch waren zahlreiche europäische Bankaktien wegen Spekulationen über einen Einstieg Kerimows gestiegen. Die russische Zeitung "Kommersant" hatte zuvor berichtet, Kerimow habe bereits Anteile an der Deutschen Bank, der UBS AG und anderen westlichen Finanzinstitutionen erworben und wolle die Beteiligung an der Deutschen Bank auf 9% ausbauen. Zu diesem Zweck seien substanzielle Teile der Positionen an Gazprom und Sberbank bereits veräußert worden.

   Ein Vertreter der Investmentgruppe Kerimows hat dem Bericht des "WSJ" zufolge darauf verwiesen, dass Kerimow weiter von dem großen Potenzial der russischen Unternehmen überzeugt sei und die Höhe seiner Beteiligungen zum größten Teil unverändert sei. Kerimow, auch Mitglied des Oberhauses des russischen Parlaments, hält nach Angaben einer der Investmentgruppe nahestehenden Person rund 5% von Gazprom und 7% der Sberbank.

   Der Vertreter des Unternehmens sagte, "man habe keine Pläne, Aktien an der UBS zu besitzen" und auch "keine Pläne, 9% an der Deutschen Bank zu besitzen", wie der "Kommersant" behauptet hatte. Er sagte dem Bericht des WSJ zufolge auch, Kerimow plane signifikante neue Investments in Russland, wollte aber keine näheren Angaben machen.

   Die der Investmentgruppe nahestehende Person sagte, die Gruppe halte "signifikante Positionen" in US- und europäischen Aktien als Teil ihres Portfolio-Investments. Der Großteil liege bei Ölaktien und Papieren aus dem Metall- und Bergbausektor, so die Person weiter. Finanzinstitutionen stellten einen kleineren Teil der Investitionen dar und würden vorrangig zur Diversifikation genutzt, sagte die Person weiter. Sie merkte an, die Gruppe sehe Credit Suisse Group, Morgan Stanley, Deutsche Bank AG und Fortis als überverkauft und attraktiv an. "Das würden ausschließlich Portfolio-Anteile sein", sagte die Person weiter.

   Die Person wollte die Größe des ganzen Portfolios nicht kommentieren.

Webseiten: http://online.wsj.com http://www.kommersant.ru

DJG/DJN/mmr/nas (END) Dow Jones Newswires

   June 12, 2008 02:01 ET (06:01 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 02 01 AM EDT 06-12-08

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