07.05.2008 09:58
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LEONI mit Umsatzsprung dank Valeo-Zukauf - Gewinnrückgang

        NÜRNBERG (dpa-AFX) - Der Autozulieferer LEONI  hat im ersten Quartal wegen Zukäufen einen Umsatzsprung verbucht. Der Gewinn ging wegen der Integration der von Valeo   gekauften Bordnetzsparte aber wie von Analysten erwartet leicht zurück. Für das Gesamtjahr bekräftigte das Unternehmen seine bisherigen Ziele. Auf den wichtigen Märkten seien keine Abschwächungstendenzen zu erkennen, sagte Vorstandschef Klaus Probst am Mittwoch in Nürnberg. An der Börse legte die Aktie im frühen Handel um 1,63 Prozent auf 34,26 Euro zu.

     Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum legte der Umsatz in den ersten drei Monaten um mehr als 31 Prozent auf 771 Millionen Euro zu. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten nur mit 760 Millionen Euro gerechnet. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging dagegen um 3,4 Prozent auf 34,1 Millionen Euro zurück. Hier hatten die Analysten mit 34,5 Millionen Euro gerechnet. Unterm Strich blieb ein Überschuss von 20,0 Millionen Euro, ebenfalls 3,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

UMSATZSCHUB DURCH VALEO-ZUKAUF

    Grund für den Umsatzsprung und den Gewinnrückgang war die Erstkonsolidierung der von Valeo übernommenen Bordnetzsparte. Die im Oktober angekündigte Übernahme war zum 2. Januar vollzogen worden. Ohne Abschreibungen auf den Kaufpreis wäre das EBIT aber um 11,2 Prozent auf 39,7 Millionen Euro gestiegen, hieß es. Die Nürnberger hatten für die Sparte insgesamt 255 Millionen Euro bezahlt.

    In der Kabelsparte Wire & Cable stieg der Umsatz im ersten Quartal um 11 Prozent auf 360 Millionen Euro. Dabei sei je die Hälfte des Wachstums auf Zukäufe und auf organisches Wachstum entfallen. Das EBIT der Sparte stieg um 21 Prozent auf 21,9 Millionen Euro.

AUSBLICK BEKRÄFTIGT

    In der durch den Valeo-Zukauf gestärkten Bordnetzsparte erhöhte sich der Umsatz von 263 auf 411 Millionen Euro. 159 Millionen Euro entfielen dabei auf die inzwischen in Leoni Wiring Systems (LWS) France umbenannte neue Tochter. Ohne diesen Zukauf wäre der Umsatz der Sparte um vier Prozent geschrumpft. Das EBIT ging wegen der Belastungen aus dem Zukauf von 16,7 auf 13,4 Millionen Euro zurück. Ohne die Abschreibungen auf den Kaufpreis wäre es auf 18,4 Millionen Euro gestiegen.

    Für das Gesamtjahr bekräftigte LEONI seinen bisherigen Ausblick. Der Umsatz soll dank Valeo um ein Viertel auf mindestens drei Milliarden Euro steigen. Beim EBIT wird ein Plus um acht Prozent auf 140 Millionen Euro angepeilt. "Ungeachtet der zunehmend vorsichtigen Aussagen der Konjunkturforscher sind auf unseren wichtigen Märkten keine Abschwächungstendenzen zu erkennen", sagte Probst. Mit einem Gewinnbeitrag der übernommenen Valeo-Sparte rechnet das Unternehmen früheren Angaben zufolge im laufenden Jahr noch nicht./fj/tw





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