19.02.2008 12:30
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Lenalidomide (REVLIMID(R)) erhält Orphan-Drug-Status für mehrere Indikationen in Japan
Celgene International Sàrl (NASDAQ: CELG) gab bekannt, dass das
japanischen Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales (MGAS)
Lenalidomid (CC-5013) den sogenannten Orphan-Drug-Status für zwei
verschiedene Indikationen zuerkannt hat: Die Behandlung von Anämie
infolge von Niedrig- oder Intermediär-1-Risiko myeloplastischem Syndrom
(MDS) in Verbindung mit einer zytogenetischen 5q-Deletionsanomalie mit
oder ohne weitere zytogenetische Anomalien sowie in Kombination mit
Dexamethason bei Patienten mit multiplem Myelom, die mindestens eine
Vorbehandlung erhalten haben.
Der Orphan-Drug-Status wird vom MGAS erteilt, um die Entwicklung von
Arzneimitteln zur Behandlung seltener Erkrankungen bzw. Leiden zu
fördern. Zu den Anreizen für die Arzneimittelentwicklung, die mit diesem
Status einhergehen, gehören ein beschleunigtes Zulassungsverfahren,
finanzielle Anreize hinsichtlich der Entwicklungskosten, Hilfe bei der
Prüfplanentwicklung und eine zehnjährige Gültigkeitsdauer der
Registrierung nach erfolgter Zulassung des Produkts.
"Die Entscheidung des MGAS, Lenalidomid den
Orphan-Drug-Status für die Indikationen rezidiviertes /refraktäres
multiples Myelom und Deletion-5q-MDS zuzuerkennen, stellt einen
wichtigen Schritt im Rahmen unserer Bemühungen dar, REVLIMID so schnell
wie möglich als eine Therapiemöglichkeit für Patienten, die an diesen
Erkrankungen leiden, weltweit bereitzustellen”,
so Dr. Graham Burton, SVP von Global Regulatory Affairs and
Pharmacovigilance bei Celgene Corporation. "Wir
werden auch weiterhin im Rahmen des klinischen Entwicklungsprozesses von
Lenalidomid eng mit den japanischen Zulassungsbehörden zusammenarbeiten.”
Lenalidomid (REVLIMID) hat in der Europäischen Union (EU), den USA und
Australien für die Indikation MDS, in der EU, den USA, Australien und
der Schweiz für die Indikation multiples Myelom (MM) und in der EU und
den USA für die Indikation chronisch lymphatische Leukämie (CLL) den
Orphan-Drug-Status erhalten. REVLIMID ist zurzeit in den USA und Kanada
für die Behandlung von Patienten mit transfusionspflichtiger Anämie
infolge von Niedrig- oder Intermediär-1-Risiko myeloplastischem Syndrom
(MDS) in Verbindung mit einer zytogenetischen 5q-Deletionsanomalie mit
oder ohne weitere zytogenetische Anomalien zugelassen. Außerdem ist
REVLIMID in der EU, den USA und der Schweiz in Kombination mit
Dexamethason zur Behandlung von Patienten mit multiplem Myelom
zugelassen, die mindestens eine vorherige Therapie erhalten haben. In
Australien ist das Mittel zur Behandlung von Patienten mit multiplem
Myelom zugelassen, deren Erkrankung nach einer Therapie fortgeschritten
ist.
Über REVLIMID®
REVLIMID ist ein IMiDs®-Präparat,
das zu einer patentrechtlich geschützten Gruppe neuartiger
immunmodulierender Wirkstoffe zählt. REVLIMID und andere IMiDs-Präparate
werden weiterhin in über 100 klinischen Studien für die Behandlung
zahlreicher onkologischer Erkrankungen geprüft, darunter hämatologische
und onkologische Erkrankungen. Das geistige Eigentum der IMiDs-Pipeline
ist durch zahlreiche bereits ausgestellte und angemeldete Patente in den
USA, der EU und in anderen Regionen geschützt, darunter Patente, die die
Zusammensetzung und Verwendung der Präparate abdecken.
Über Multiplen Myeloma
Das Multiple Myeloma (auch als Plasmozytom bzw. Morbus Kahler bekannt)
ist die am zweithäufigsten diagnostizierte Form von Blutkrebs. Nach
Angaben der International Myeloma Foundation leiden weltweit
schätzungsweise 750.000 Menschen an einem MM. Beim Multiplen Myeloma
handelt es sich um eine Form von Blutkrebs, die durch eine
Überproduktion von bösartigen Plasmazellen im Knochenmark gekennzeichnet
ist. Plasmazellen sind weiße Blutkörperchen, die zur Produktion von
Antikörpern, den sogenannten Immunoglobulinen, beitragen, welche
Infektionen und Krankheiten bekämpfen. Die meisten Patienten mit
multiplem Myeloma haben jedoch Zellen, die ein Paraprotein (oder
M-Protein) genanntes Immunglobulin erzeugen, das keinen Nutzen für den
Körper hat. Außerdem verdrängen die malignen Plasmazellen die normalen
Plasmazellen und andere weiße Blutkörperchen, die für das Immunsystem
wichtig sind. Multiple Myeloma zellen können sich in anderen
Körpergeweben, z. B. im Knochengewebe, anlagern, und Tumore erzeugen.
Die Ursache der Erkrankung ist weiterhin unbekannt.
Über Myelodysplastisches Syndrom
Unter dem Begriff Myelodysplastisches Syndrom (MDS oder Myelodysplasie)
wird eine Gruppe von malignen Bluterkrankungen zusammengefasst, von der
weltweit rund 300.000 Menschen betroffen sind. Myelodysplasie bedeutet,
dass die Blutkörperchen als unreife "Blasten" im Knochenmark verbleiben
und nicht zu funktionstüchtigen Zellen heranreifen. Im
fortgeschritteneren Stadium der Erkrankung ist das Knochenmark mit
Blasten angefüllt, die die normale Zellentwicklung unterdrücken. Häufig
sind die an MDS Erkrankten von Bluttransfusionen abhängig, um die
Symptome wie Anämie und Müdigkeit einzudämmen. Aufgrund der häufigen
Transfusionen kann sich jedoch eine lebensbedrohliche Eisenüberladung
bzw. Toxizität entwickeln. Daran zeigt sich, dass neue
Therapiemöglichkeiten, die die Ursache der Erkrankung angreifen und
nicht nur die Symptome behandeln, dringend erforderlich sind.
Über die Chromosomenfehlbildung einer Deletion an 5q
Mehr als die Hälfte aller an MDS erkrankten Patienten weist chromosomale
(zytogenetische) Anomalien auf, die sich in einer Deletion in allen oder
Teilen von einem oder mehreren bestimmten Chromosomen äußern. Die
häufigsten zytogenetischen Anomalien bei MDS sind Deletionen am langen
Arm der Chromosome 5, 7 und 20. Eine weitere häufige Anomalie ist ein
zusätzliches Exemplar von Chromosom 8. Eine Deletion am Chromosom 5q
findet sich schätzungsweise bei 20 bis 30 Prozent aller MDS-Patienten.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in jüngster Zeit aber auch
eine einzigartige Untergruppe von MDS-Patienten mit einem "5q-Syndrom"
erkannt, bei der die einzige Chromosomenanomalie einen bestimmten Teil
des Chromosoms 5q betrifft.
Über Celgene International Sàrl
Celgene International Sàrl mit Sitz in Neuchâtel, Schweiz, ist eine
hundertprozentige Tochtergesellschaft und das internationale
Hauptquartier der Celgene Corporation. Die Celgene Corporation mit
Hauptsitz in Summit, New Jersey, ist ein integriertes, globales
Biopharmaunternehmen, das sich hauptsächlich auf die Entdeckung,
Entwicklung und Vermarktung von innovativen Therapien zur Behandlung von
Krebs und mit Entzündungen einhergehenden Erkrankungen durch Gen- und
Proteinregulierung konzentriert. Weitere Informationen finden Sie auf
der Website des Unternehmens unter www.celgene.com.
REVLIMID®
ist ein eingetragenes Warenzeichen der Celgene Corporation. Diese Mitteilung enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen, die
bekannten und unbekannten Risiken, Verzögerungen, Unwägbarkeiten und
sonstigen Faktoren unterliegen, die sich der Kontrolle des Unternehmens
entziehen. Derartige Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen
Ergebnisse, Leistungen oder Erfolge des Unternehmens wesentlich von den
in den zukunftsgerichteten Aussagen zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen,
Leistungen oder sonstigen Erwartungen abweichen. Zu diesen Faktoren
gehören beispielsweise die Ergebnisse der laufenden oder künftigen
Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, Maßnahmen der FDA und anderer
Aufsichtsbehörden und die Faktoren, die in den vom Unternehmen bei der
US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde (SEC), z. B. auf Formular 10-K,
10-Q und 8-K, eingereichten Berichten ausführlich erläutert werden.
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