23.07.2008 17:21
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Lufthansa fordert ver.di zum Streikverzicht auf (zwei)

   Der Lufthansa-Verhandlungsführer betonte, dass das jüngste Angebot der Airline nicht nur die Inflationsrate deutlich übersteige, sondern im oberen Bereich der diesjährigen Vergütungsabschlüsse in Deutschland liege.

   Die Tarifvertragsparteien hatten sich während der vierten Verhandlungsrunde am 10. Juli 2008 nicht auf einen Kompromiss geeinigt. Darauf erklärte die Gewerkschaft, die die Mitarbeiter am Boden und in der Kabine vertritt, die Verhandlungen als gescheitert und leitete kurz darauf die Urabstimmung ein. Das Ergebnis dieser Umfrage soll am Freitag bekannt gegeben werden. Die Gewerkschaft rechnet damit, dass sich die Mehrheit der Mitarbeiter für einen unbefristeten Arbeitskampf aussprechen wird.

   ver.di hatte eine lineare Erhöhung der Gehälter um 9,8% und eine Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten gefordert. Der Lufthansa-Vorstand hatte zu Beginn der vierten Verhandlungsrunde sein Angebot noch einmal erhöht. Bei einer Laufzeit von 21 Monaten bot er den Beschäftigten am Boden vom 1. Juli 2008 an 4,6% mehr Gehalt und vom 1. Juli 2009 an noch einmal eine Steigerung um 2,1% an. Außerdem sollen die Beschäftigten eine Einmalzahlung von 1% ihrer Jahresvergütung erhalten.

   Für die Kabinenmitarbeiter gibt es das gleiche Angebot. Hier setzt Lufthansa aber eine Einigung mit der Kabinengewerkschaft UFO voraus, um so zu einer Tarifeinheit in der Kabine zu kommen.

Webseite: http://www.lufthansa-financials.com -Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116, kirsten.bienk@dowjones.com DJG/kib/jhe (END) Dow Jones Newswires

   July 23, 2008 11:18 ET (15:18 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 11 18 AM EDT 07-23-08

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