04.07.2008 09:34
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Masterflex nimmt Wertberichtigungen vor, Aktie unter Druck

Gelsenkirchen (aktiencheck.de AG) - Die Masterflex AG (ISIN DE0005492938/ WKN 549293) hat am Freitag im Zuge der weiteren Fokussierung auf konsequentes Ergebniswachstum und der damit verbundenen Prüfung aller nicht zum Kerngeschäft High-Tech-Schlauchsysteme gehörenden Aktivitäten Wertberichtigungen angekündigt.

Laut der Pressemitteilung des auf Konzerns belaufen sich die nicht liquiditätswirksamen Wertberichtigungen (nach IFRS) auf insgesamt 8,1 Mio. Euro. Zusätzlich wurden Rückstellungen in Höhe von 0,3 Mio. Euro gebildet. Zu den betroffenen Projekten gehört insbesondere ein Investment, das Anfang 2007 in ein Start-up-Unternehmen getätigt wurde, welches ein neuartiges Hochtechnologieverfahren zur Beschichtung von Oberflächen entwickelt hat. Von diesem Engagement war seinerzeit ein nachhaltiger Beitrag zum Ausbau der Technologieführerschaft im Geschäftsbereich Advanced Material Design (Oberflächentechnik) erwartet worden. Diesem Unternehmen wurden Darlehen gewährt, die Erwartungen auf eine zügige Markteinführung des neuartigen Verfahrens haben sich jedoch bisher nicht erfüllt, teilte Masterflex mit. Auch Gespräche mit potenziellen Auftraggebern und möglichen strategischen Investoren in den letzten Wochen hätten nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt.

In diesem Zusammenhang habe der Vorstand beschlossen, die im Geschäftsbericht 2007 erwähnte Option einer Wertberichtigung bei den Geschäftsanteilen und den Forderungen gegen die Gesellschaft in Höhe von insgesamt 6,2 Mio. Euro vorzunehmen. Zusätzlich wurden den Angaben zufolge Rückstellungen in Höhe von 0,3 Mio. Euro gebildet.

Im Zuge dieser Maßnahme hat der Vorstand darüber hinaus beschlossen, weitere Projekte, die z.B. bestimmte Chancen-/Risikokriterien nicht erfüllen, in der bisherigen bilanziellen Bewertung zu korrigieren. Dies betrifft konkret die beiden Projekte "Beatmungsmaske LaryVent" und "Schlauchinnenbeschichtung", auf die Wertberichtigungen in Höhe von 1,1 bzw. 0,8 Mio. Euro getätigt wurden. Nach eingehender Prüfung besteht weder bei den erwähnten noch bei anderen wesentlichen Entwicklungsprojekten des Konzerns weiterer Abschreibungsbedarf, hieß es.

Wie der Konzern weiter erklärte, hat sich das Kerngeschäft im ersten Quartal erfolgreich entwickelt. Vor diesem Hintergrund bekräftigt der Vorstand der Masterflex AG erneut die Prognose für das Geschäftsjahr 2008 mit einem operativen Wachstum des Konzerngewinns vor Steuern und Zinsen (EBIT) zwischen 6 und 12 Prozent.

Die Aktie von Masterflex notiert aktuell mit einem Minus von 11,20 Prozent bei 11,50 Euro. (04.07.2008/ac/n/nw)

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