Medien: Bei Zerschlagung von Wachovia ginge Großteil an Wells Fargo
Beide Konkurrenten wollen durch die Übernahme mit an die Spitze im US-Privatkundengeschäft aufsteigen. Die Citigroup hatte vor gut einer Woche den Kauf großer Teile von Wachovia für 2,2 Milliarden Dollar verkündet. Vier Tage später gab Wells Fargo überraschend mit Wachovia die Komplettübernahme per Aktientausch für rund 15 Milliarden Dollar bekannt. Citigroup wolle nach wie vor nicht die gesamte Bank haben, so die Zeitung.
HINTERGRUND
Die Behörden dringen angesichts der Schieflage von Wachovia auf eine rasche Lösung. Die Bank verspekulierte sich in der Kreditkrise und steht vor neuen Milliardenverlusten. Eine schnelle Lösung scheine aber zunehmend schwieriger, zitiert das Blatt Insider. Die Gespräche stockten. Beide Seiten vereinbarten allerdings einen juristischen Burgfrieden und legten ihre laufenden Klagen befristet auf Eis.
Die Citigroup wirft Wachovia Vertragsbruch vor und verlangt rund 60 Milliarden Dollar Schadensersatz, sollte sie nicht zum Zug kommen. "Wir haben Wachovia vor dem Kollaps gerettet", sagte Citigroup-Chef Vikram Pandit laut "Financial Times" vor Mitarbeitern seines Hauses.
Bei einer Aufteilung der rund 3.300 Zweigstellen von Wachovia könnte laut den Berichten Wells Fargo rund drei Viertel des Geschäfts vor allem im Südosten der USA und in Kalifornien bekommen. An Citigroup würde der Rest im Nordosten gehen. Wells Fargo mit Sitz in San Francisco zählt zu den größten Privatkundenbanken der USA und ist besonders an der Westküste stark./fd/DP/he
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