Darmstadt (aktiencheck.de AG) - Die Merck KGaA (ISIN DE0006599905/ WKN 659990) und ihre Sparte Merck Serono haben am heutigen Freitag bekannt gegeben, dass die Genentech Inc. (ISIN US3687104063/ WKN 924632) einen Fall von progressiver multifokaler Leukoenzephalopathie (PML) gemeldet hat.
Wie der im DAX30 notierte Pharmakonzern mitteilte, handelt es sich um einen 70-jährigen Patienten, der Raptiva (Efalizumab) über mehr als vier Jahre zur Behandlung einer chronischen Plaque-Psoriasis erhalten hatte. Auf der Grundlage der bisher zur Verfügung stehenden medizinischen Daten könne nicht ausgeschlossen werden, dass Raptiva zur Entwicklung der PML bei diesem Patienten beigetragen haben könnte. Es gibt keine anderen Fälle von bestätigter PML bei Patienten, die mit Raptiva behandelt wurden, hieß es weiter.
Genentech vermarktet Raptiva in den USA. Merck Serono hat die Aufsichtsbehörden in den Regionen außerhalb der USA und Japan, in denen Merck Serono das Produkt vermarktet, über diesen schweren Nebenwirkungsfall informiert und will nun eng mit den Behörden zusammenarbeiten, um die Produktinformation zu ergänzen, allen Dermatologen ein entsprechendes Informationsschreiben ("Dear Doctor Letter") zuzusenden, und festzulegen, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind.
Die Aktie der Merck KGaA notierte zuletzt bei 75,27 Euro (-0,17 Prozent). (03.10.2008/ac/n/d)