23.07.2008 07:48
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Merck KGaA bestätigt Ausblick - Starker Euro belastet im zweiten Quartal

        DARMSTADT (dpa-AFX) - Die Pharma- und Spezialchemiegruppe Merck hat im zweiten Quartal zwar von der Nachfrage nach den wichtigsten Medikamenten und der Entwicklung bei den Flüssigkristallen profitiert. Der starke Euro bremste aber das Wachstum etwas ab. Das operative Ergebnis sei um 15,5 Prozent auf 320,5 Millionen Euro gestiegen, teilte die im DAX  notierte Merck KGaA am Mittwoch in Darmstadt mit. Damit verfehlte Merck die Erwartungen der von dpa-AFX befragten Analysten, die im Schnitt mit 330 Millionen Euro gerechnet hatten.

    Belastet von dem starken Euro stieg der Umsatz auf 1,903 Milliarden Euro (VJ: 1,8), während das Ergebnis nach Fremdanteilen von 85,5 Millionen Euro im Vorjahr auf 207,4 Millionen Euro kletterte. Merck hatte im Vorjahresquartal wegen der Übernahme des Schweizer Biotech-Unternehmens Serono Sonderbelastungen in Millionenhöhe verbucht, die das Ergebnis nach Fremdanteilen um 84 Prozent gedrückt hatten. Für 2008 bestätigte Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Merck KGaA-Geschäftsleitung die Prognosen.

    "Die Merck-Gruppe erzielte im zweiten Quartal trotz des Gegenwinds ungünstiger Wechselkurse ein solides Wachstum der Gesamterlöse, zu dem alle vier Sparten beigetragen haben", sagte Kley am Mittwoch laut Mitteilung. "Daher rechnet Merck weiterhin damit, die genannte Prognose für 2008 zu erreichen." Die Gesamterlöse sollen sich um 5 bis 9 Prozent und die Umsatzrendite (Operatives Ergebnis/Gesamterlöse) abzüglich der Abschreibungen und der Integrationskosten bei Merck Serono zwischen 23 Prozent und 27 Prozent verbessern.

    Bei der lukrativen Sparte Liquid Crystals (LC) sorgte der starke Euro für eine Enttäuschung: Während das Umsatzplus im LC-Geschäft in Landeswährung 21 Prozent betrug, erreichte das Wachstum in Euro 7,0 Prozent. Merck verbuchte im zweiten Quartal in der Sparte einen Umsatz von 238 Millionen Euro. Das operative Ergebnis sackte um 13 Prozent auf 107 Millionen Euro ab. Damit verfehlte Merck die Analystenprognosen in Höhe von 122 Millionen Euro. Die vielbeachtete Umsatzrendite bei LC blieb zwar mit 45 Prozent (VJ: 55) auf hohem Niveau, lag aber unter den Analystenprognosen von 49 Prozent. Das Fehlen einer Absicherung gegen Währungseffekte wirkt sich unmittelbar auf die Sparte der Flüssigkristalle aus. Mit 45 Prozent liegt die Kennzahl zudem auch unter dem von Unternehmenschef Kley für 2008 angepeilten Zielkorridor von 47 bis 52 Prozent. 2008 soll sich das Wachstum der Gesamterlöse bei LC unverändert zwischen 5 Prozent und 10 Prozent bewegen, und die Umsatzrendite zwischen 47 Prozent und 52 Prozent liegen.

    Merck ist mit einem Anteil von zwei Drittel des Weltumsatzes die Nummer 1 im Geschäft mit den Kristallen, die nicht nur in LCD-Fernsehern, sondern auch in Notebooks, PC-Monitoren und Handys eingesetzt werden. In Apples iPhone sorgen sie dafür, dass das Display in bunten Farben leuchtet./ep/wiz



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