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Merck KGaA denkt weiterhin über Zukäufe nach - HB
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA denkt "sowohl im Pharmabereich als auch in der Chemie intensiv über Akquisitionen" nach. "Aber wir laufen nicht mit hechelnder Zunge herum, nur um eine Schlagzeile zu produzieren", sagte Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsführung der Merck KGaA, in einem Interview mit dem "Handelsblatt" (HB - Montagausgabe).
Einer Änderung der Unternehmensstruktur erteilte Kley eine Absage. Weder die Kombination Chemie und Pharma noch das Geschäft mit verschreibungsfreien Medikamenten würden zur Disposition stehen.
Dabei müsse sich Merck aber auf "Veränderungen, etwa durch die Liberalisierung im deutschen Apothekenmarkt", einstellen, sagte Kley weiter. "Wir brauchen eine Größenordnung, die sicherstellt, dass wir mit unseren Produkten auf Dauer in den Regalen bleiben."
Einige Merck-Generikapräparate sollen in Deutschland nicht mehr beworben werden, weil die Ärzte nicht mehr entscheiden dürfen, welches Produkt verabreicht wird. Daher werde auch der Außendienst angepasst, sagte Kley weiter. "Das könnte in Deutschland sicherlich eine dreistellige Zahl an Außendienstmitarbeitern betreffen."
Dies werde jedoch keine größeren Auswirkungen auf den Merck-Umsatz haben, sagte Kley. Zum einen handele es sich dabei um einen schleichenden Prozess, zum anderen sollen die Einbußen bei den patentfreien Produkten in Westeuropa von "unseren innovativen Medikamenten im Weltmarkt überkompensiert" werden.
Webseiten: http://www.handelsblatt.comhttp://www.merck.de
DJG/mim/jhe (END) Dow Jones NewswiresJuly 07, 2008 02:30 ET (06:30 GMT)
Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 02 30 AM EDT 07-07-08
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