16.07.2008 10:36
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Merck KGaA gibt Pharma-Außendienst in Dtl an Daiichi ab (zwei)

   Merck Serono konzentriere sich weltweit künftig noch stärker auf innovative Indikationsgebiete wie Onkologie oder neurodegenerative Erkrankungen, die von Fachärzten in Spezial-Praxen oder in Krankenhäusern behandelt werden, heißt es in der Mitteilung von Merck weiter. Das Geschäft nicht mehr patentgeschützten Produkten wie "Glucophage" zur Behandlung von Diabetes oder dem Betablocker "Concor" solle daher zukünftig ohne einen Außendienst fortgeführt werden.

   Auslöser der Veränderungen bei der Merck Pharma GmbH sei der durch die Gesundheitspolitik verursachte Strukturwandel im deutschen Pharmamarkt. Hiervon sei insbesondere das Segment der nicht patentgeschützten Arzneimittel betroffen. Durch die vermehrte Einführung von Rabattverträgen zwischen Arzneimittelherstellern und Krankenkassen bei patentfreien Arzneimitteln spiele der Außendienst eine zunehmend geringere Rolle.

   Der Patient erhalte in der überwiegenden Zahl der Fälle nur noch das Produkt, für welches seine Krankenkasse einen Rabattvertrag abgeschlossen hat. Entscheidend für die Abgabe eines Arzneimittels im generischen Bereich sei also nicht mehr alleine der Arzt, sondern zunehmend die Krankenkasse und die Apotheke.

   Bei Merck betreffen diese Veränderungen den Angaben des Unternehmens zufolge vor allem die nicht mehr patentgeschützten Produkte wie "Glucophage" oder "Concor", die vornehmlich von Hausärzten verschrieben werden und für die mit großen Krankenkassen teilweise keine Rabattverträge zu betriebswirtschaftlich akzeptablen Konditionen abgeschlossen werden konnten. Vor diesem Hintergrund sei einer Vertriebsorganisation für diese Produkte die Geschäftsgrundlage entzogen.

Webseite: http://www.merck.de

DJG/rib/kla (END) Dow Jones Newswires

   July 16, 2008 04:35 ET (08:35 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 04 35 AM EDT 07-16-08

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