DARMSTADT (dpa-AFX) - Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck sieht die obere Prognosespanne für die Umsatzrendite der lukrativen Flüssigkristall-Sparte (LC) in Höhe von 52 Prozent "kaum noch erreichbar“. Dies sagte Finanzvorstand Michael Becker am Mittwoch anlässlich der Zahlen zum zweiten Quartal in einer Telefonkonferenz. "Wir bleiben für das Gesamtjahr bei unserer Prognose einer Umsatzrendite für die LC-Sparte von 47 bis 52 Prozent", sagte Becker. Die 45 Prozent, die Merck im zweiten Quartal ausgewiesen habe, sei keine Indikation für die Entwicklung im zweiten Halbjahr 2008.
Besonders schlimm habe sich der starke Euro bei den Flüssigkristallen ausgewirkt, so Becker. Während das Umsatzplus im LC-Geschäft in Landeswährung 21 Prozent betrug, erreichte das Wachstum in Euro 7,0 Prozent. Merck verbuchte im zweiten Quartal in der Sparte einen Umsatz von 238 Millionen Euro. Das operative Ergebnis sackte um 13 Prozent auf 107 Millionen Euro ab. Für das Krebsmittel Erbitux bestätigte Becker die Umsatzprognose für 2008 in Höhe von 600 Millionen Euro./ep/wiz