Merkel wirbt um Verständnis für Banken-Hilfen - Bild
BERLIN (Dow Jones)--Bundeskanzlerin Angela Merkel wirbt bei den Bürgern um Verständnis für die milliardenschwere Hilfe für angeschlagene Banken. "Nur ein Handeln des Staates kann jetzt das notwendige Vertrauen zurückbringen. Dabei ist es wichtig, dass nicht jedes Land einzeln handelt, sondern dass wir in Europa und international koordiniert vorgehen und dann in nationaler Verantwortung die Maßnahmen umsetzen", sagte Merkel der Zeitung. "Wir tun das nicht im Interesse der Banken, sondern im Interesse der Menschen."
Der Bremer Wirtschaftsprofessor Rudolf Hickel erwartet in Folge der Finanzkrise auch in Deutschland das Ende einiger Banken. "Manche Institute werden die Krise nicht überleben", sagte Hickel der Zeitung. "In der Bankenbranche wird es 2009 noch zu schweren Erschütterungen kommen. Die Banken werden weiter Verluste erleiden." Das Bankengeschäft werde im nächsten Jahr konzentriert - Arbeitsplätze würden abgebaut. "Auch ein Bankenzusammenbruch ist nicht ausgeschlossen."
Ähnlich düster schätzt der Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI), Thomas Straubhaar, die Situation der Bankenbranche ein. "Bei den Banken gibt es den größten Beschäftigungsabbau. Besonders viele Arbeitsplätze werden bei den Großbanken wegfallen", sagte Straubhaar der Bild am Sonntag. "Sparkassen und kleine Privatinstitute bekommen durch die Krise mehr Kunden, können Stellen leicht ausbauen."
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October 12, 2008 04:46 ET (08:46 GMT)
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