KÖLN (dpa-AFX) - Der Motorenhersteller DEUTZ will sich wegen eines deutlichen Rückgangs bei den Auftragseingängen von bis zu 500 Leiharbeitern und befristet eingestellten Beschäftigen trennen. Die Stammbelegschaft von weltweit 4.400 Mitarbeitern sei nicht betroffen, sagte Vorstandschef Helmut Leube der "Kölnischen Rundschau". Eine Unternehmenssprecherin bestätigte den Bericht.
Der Vorstand hatte schon bei der Vorlage der Halbjahresbilanz Mitte August betont, es sei mit deutlichen Absatz- und Erlösrückgängen für die Branche zu rechnen. Die Zahl der Mitarbeiter war - zum Ende Juni 2008 - weltweit mit 4930 angegeben worden. Beim Umsatz hatte der Konzern in den ersten sechs Monaten 2008 noch ein Plus von 15 Prozent auf knapp 826 Millionen Euro eingefahren. Der Absatz kletterte um 10,5 Prozent auf fast 148.700 Motoren. Die Unternehmenssprecherin sagte, Deutz arbeite weiter an dem Ziel, für das Gesamtjahr 2008 ein Umsatzplus von fünf Prozent zu erreichen.
Laut "Kölnische Rundschau" sollte die Produktion von mittleren und kleineren Motoren in Köln ursprünglich um 20.000 auf insgesamt 300.000 Einheiten gesteigert werden. Dies sei aber nun zurückgestellt. Während die Großmotoren-Produktion in Ulm ausgelastet sei, werde in Köln vom Dreischicht-Betrieb auf zwei Schichten umgestellt./wa/DP/wiz