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Münchener Rück erwartet noch schlechte Nachrichten von dt Banken
HAMBURG (Dow Jones)--Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG hält eine Inanspruchnahme des Rettungspakets der Bundesregierung durch deutsche Banken für möglich. Es sei nicht auszuschließen, dass weitere deutsche Banken Opfer der Finanzkrise werden könnten und die Rettungshilfen der deutschen Regierung in Anspruch nehmen müssen, sagte der Vorstandsvorsitzende eines der weltweit größten Rückversicherer, Nikolaus von Bomhard, am Dienstagabend vor dem Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten. Mit Hilfe des Finanzmarktstabilisierungsfonds sollte die Situation aber handzuhaben sein.
"Da werden noch schlechte Nachrichten kommen", sagte der Vorstandsvorsitzende. Es seien noch nicht alle Abschreibungen "durch die Bilanzen".
Dies gelte aber nicht für deutsche Versicherer und nicht für die Münchener Rück, stellte von Bomhard klar. "Wir erwarten keine Versicherer in dem Fonds." Mit Blick auf die Münchener Rück fügte der Vorstandsvorsitzende hinzu: "Wir werden mit dem Rettungsfonds nichts zu tun bekommen."
Die Münchener Rück habe ihr Kreditrisiko in den vergangenen Jahren massiv zurückgenommen, da dies nicht adäquat bezahlt worden sei, erläuterte der Manager. "Deshalb stehen wir jetzt so gut da", sagte von Bomhard.
Eine Rückkehr der Liquidität auf dem Geldmarkt bezeichnete der Vorstandsvorsitzende als notwendig für eine Erholung des Finanzsystems. "Wenn Liquidität da ist, wird sich das System erholen, aber das wird nicht über Nacht passieren", sagte er.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte am Montag ein Rettungspaket im Volumen von 500 Mrd EUR vorgestellt, das den Geldhandel zwischen den Banken wieder in Gang bringen soll, um das Finanzsystem zu stabilisieren. Teil des Pakets sind Garantien über 400 Mrd EUR sowie 100 Mrd EUR Hilfen für insolvente Finanzunternehmen und Reserven.
Webseite: http://www.munichre.com
- Von Ulrike Dauer, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 108, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/pal/brb (END) Dow Jones Newswires
October 15, 2008 04:05 ET (08:05 GMT)
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